Essen (ots) – Theo Zwanziger bleibt hart: Kaum hatte das
Augsburger Landgericht die einstweilige Verfügung seines
Prozessgegners Manfred Amerell bestätigt, kündigten die Anwälte des
DFB-Präsidenten Revision an. Ganz offensichtlich fühlt sich Zwanziger
in der Affäre um sexuelle Nötigung unter den deutschen
Schiedsrichtern dermaßen im Recht, dass eine juristische Niederlage
für ihn weder vorstellbar noch akzeptabel ist. Inzwischen stellt sich
allerdings verstärkt die Frage, ob Zwanziger in Fragen des
Rechtsempfindens nicht schlecht beraten oder allzu uneinsichtig ist.
Nur zur Erinnerung: Vor wenigen Monaten verfolgte er den
Journalisten Jens Weinreich mit enormem juristischem Aufwand, weil
er sich von dessen Charakterisierung als “unglaublicher Demagoge” in
die Nähe von Nazis gerückt fühlte. Kein Gericht folgte seiner
Ansicht.
Wenn’s um seine persönliche Ehre geht, ist Theo Zwanziger wegen
seiner ausgeprägten Empfindlichkeit offenbar nur sehr schwer
belehrbar. Obwohl sich die Anzeichen häufen, dass er sich auch in der
“Affäre Amerell/Kempter” in eine Sackgasse hineinmanövriert, hält
Zwanziger an seinem Kurs fest. Und es wird für den DFB-Chef von Tag
zu Tag schwieriger, noch einmal die Kurve zu kriegen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de
No Comments on "WAZ: Immer tiefer in die Sackgasse. Kommentar von Walter Brühl"