Essen (ots) – Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat ihre
Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue gegen
den früheren Abteilungsleiter im NRW-Umweltministerium, Harald
Friedrich (Grüne), wieder aufgenommen. Das berichtet die in Essen
erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe).
Wegen des Verdachts der Veruntreuung von 4,3 Millionen Euro des
Landes aus der Abwasserabgabe war gegen Friedrich und 13 weitere
Experten der Wasserwirtschaft zunächst wegen “banden- und
gewerbsmäßigen Betrugs” ermittelt worden. Als der Verdacht der
Bandenkriminalität im November fallen gelassen wurde, erhob die
Opposition im Landtag den Vorwurf, NRW-Umweltminister Eckhard
Uhlenberg (CDU) habe gezielt durch die Weitergabe übler Gerüchte über
Friedrich an das Landeskriminalamt “überzogene Ermittlungen”
ausgelöst – um einen unbequemen Kritiker mundtot zu machen. Die
Generalstaatsanwaltschaft stoppte daraufhin das Verfahren für eine
“Bestandsaufnahme”. Das Ergebnis: Es gäbe genügend Anhaltspunkte,
gegen Friedrich und einen Teil der anderen weiter zu ermitteln. Im
April soll feststehen, ob es für eine Anklage reicht.
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