Essen (ots) – Die Milliarden-Geldbuße aus Brüssel ist ein
Paukenschlag – nicht nur für die beiden Energieunternehmen Eon
Ruhrgas und Gaz de France Suez (GDF). EU-Wettbewerbskommissarin
Neelie Kroes lehrt die Wirtschaft wieder einmal das Fürchten.
In der Telekombranche setzte Kroes – Spitznahme: Eiserne Lady –
bereits niedri- gere Preise für Handy-Gespräche durch. Seit einiger
Zeit nimmt die Wettbewerbshüterin die Gepflogenheiten in der
Energiebranche, die vielen als undurchsichtig gilt, unter die Lupe.
Auch hier lautet das EU-Ziel: Niedrigere Preise für Verbraucher dank
eines funktionierenden Wettbewerbs.
Die neue Milliarden-Strafe wegen überhöhter Preise ist ein Schritt
auf dem Weg dorthin. Für Verbraucher wird das vorerst aber keine
Auswirkungen auf die Gaspreise haben. Zudem können sie zwar vor
Gericht auf Schadenersatz klagen. Doch dazu müssen sie den Schaden
beziffern, der ihnen durch das Verhalten der zwei Gaslieferanten
entstand. Das ist äußerst schwierig.
Trotzdem hat die EU-Strafe Signalwirkung. Sie zeigt: Die Brüsseler
Wettbewerbshüter sind wachsam – und haben das Wohl und den Geldbeutel
der Verbraucher in der Europäischen Union im Blick.
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