Essen (ots) – Es schüttelte uns ja schon vor Monaten das
Mitgefühl, als Klaus Zumwinkel vor Gericht beteuerte, er habe es
derzeit nicht so dicke, das möchte doch bei der Strafe berücksichtigt
werden.
Aber jetzt, im Advent, ist man ja noch viel weicher für Geschichten
wie die von Calisto Tanzi. Tanzi hatte seinen großen Milch-Konzern
vor die Wand gefahren, tausende Anleger hatten Geld dort, doch nichts
war in Butter. Calisto Tanzi hat dann immer wieder traurig gesagt,
wie bankrott er sei und dass man bei ihm nun wirklich nichts holen
könne.
Ach, hätte er sich nur ordentlich auf Weihnachten vorbereitet, hätte
er neben dem Christbaumständer im heimischen Keller vielleicht seine
19 Picassos, van Goghs, Monets usw. gefunden. Das hat jetzt die
italienische Polizei erledigt. Tanzis Bilder sind 100 Millionen wert.
Wir meinen: Türchen-öffnen im Advent ist eine erhaltenswerte
Tradition.
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