Essen (ots) – So ist das wohl in Krisen: Als würde der weltweite
Abschwung den Arbeitsmarkt nicht genug belasten, kommt noch ein
ungewöhnlich kalter Januar dazu, der die üblichen Folgen in den
Außenberufen nach sich zieht. Dadurch steigen die Arbeitslosenzahlen
viel schneller als befürchtet an, die ohnehin düsteren Szenarien
erhalten die nächste unschöne Schattierung.
Wem es hilft, der mag sich daran hochziehen, dass es anderen noch
schlechter ergeht. Die USA beklagen die höchste Arbeitslosigkeit,
seitdem sie 1967 mit dem Zählen angefangen haben. Doch das ist eine
schlechte Nachricht auch für uns. Die US-Wirtschaft rauscht
ungebremst talwärts und zieht den Rest der Welt ein gutes Stück mit.
Zum Glück ist die Abhängigkeit nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor
einigen Jahren. Zum anderen zeigt sich, dass unser Sozialsystem die
Menschen nicht so ungebremst ins Nichts fallen lässt wie es das
amerikanische tut. Zigtausende Kurzarbeiter zeugen davon, wie der
Staat aktiv Arbeitslosigkeit verhindert. Das hilft fürs Erste, aber
nicht mehr lang.
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