Essen (ots) – Stellen Sie sich Folgendes vor: Ein Bekannter, der
eine Bäckerei betreibt, hat schlecht gewirtschaftet und viele Trends
auf dem Brotmarkt verpennt. Kunden blieben daher weg. Er flüchtet
unter Gläubigerschutz, entledigt sich so dem Großteil seiner Schulden
und fängt neu an. Ob er geläutert ist oder dazugelernt hat, können
Sie aber nicht abschätzen. Zudem läuft das Brotgeschäft nun generell
besser. Würden Sie für Ihren Bekannten mit einer hohen Summe bürgen?
Obwohl Sie sich selbst viel Geld leihen müssen, um über die Runden zu
kommen? Die vernünftige Antwort lautet: Nein.
So muss auch die Antwort lauten, wenn die Opel-Mutter General Motors
(GM) beim deutschen Staat anklopft. Zudem zieht der weltweite
Automarkt wieder an, was GM nutzen könnte. Den Wert des Autobauers
machen in Deutschland und anderswo tausende gute Mitarbeiter, die
gute spritsparende Autos bauen können – wenn die “neue” GM sie denn
lässt. Eine Regierung dagegen kann höchstens ein gutes und soziales
wirtschaftliches Umfeld schaffen – für alle Unternehmen und
Mitarbeiter.
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