WAZ: Die Single von Jericho. Kommentar von Jens Dirksen



Essen (ots) – Sie werden sich vielleicht noch an die erstaunliche
Geschichte der Stadtmauer von Jericho erinnern. Damals reichten
bekanntlich sieben handelsübliche Trompeten aus, um dem biblischen
Bollwerk rings um die Stadt einen Totalschaden zuzufügen.
Wahrscheinlich liegt es an den Fortschritten der Mauertechnik und der
Zementindustrie, dass derlei Unternehmungen heutzutage nicht einmal
annähernd von ähnlichen Erfolgen gekrönt sind. Jedenfalls können wir
uns nicht daran erinnern, dass vor 20 Jahren beim Fall der Berliner
Mauer eine nennenswerte Anzahl von Trompeten im Spiel war. Deshalb
möchte man dem DJ Paul van Dyk ein “Zu spät, zu spät!” zurufen, wenn
er beim Festakt zum Mauerfall am 9. November am Brandenburger Tor
einen eigens zu diesem Anlass produzierten Song vorstellen will: “We
are one” sei “eine Hymne mit Gänsehautcharakter”, verspricht uns der
Mann schon jetzt. Mal sehen, wer oder was darunter dann
zusammenbrechen wird…

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
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