Essen (ots) – Es ist nur kleiner Schritt in das Weltall, aber es
könnte ein großer Sprung für eine neue Spielart des Extrem-Tourismus
werden: Der Exzentriker und Manager Richard Branson bittet Betuchte
ins All. Die Liste derer, die wollen, ist heute schon lang.
187 Kilometer hoch flog Alan Shepard 1961. Er war der erste
Astronaut der westlichen Welt. Jahrelanges Training ging dem
15-Minuten-Trip damals voraus, und Shepards Hüpfer war mit
staatstragender Theatralik verbunden; ein höchst politischer Akt im
erbitterten Kalten Krieg.
110 Kilometer hoch werden, wenn alles klappt, die Branson-Touristen
fliegen. Ein teurer Jux, ein himmlisches Abenteuer, jedenfalls höchst
privat wird alles sein. Das zeigt, wie sie sich verändert, unsere
Welt.
Dass eines Tages gar Lieschen Müller den Globus als kleine Kugel im
großen Universum erlebt, wodurch alles politische Machtgehabe und
gierige Wirtschaftsgeschacher auf Erden als dumm und mickrig
erscheinen – auch das kann so schlecht nicht sein.
Lasst sie also fliegen und schwerelos schweben: SpaceShipTwo startet
auch wider den Technik-Skeptizismus in einer im Punkt
Fortschrittsfreude leider oft unnötig verzagten und vor sich
hindösenden Welt.
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