Essen (ots) – Das sind bittere, aber keine überraschenden
Nachrichten aus dem insolventen Hause Arcandor: Tausende Jobs fallen
weg und Läden werden geschlossen, um Quelle, Karstadt & Co. zu
retten. Ob das gelingt, ist fraglich. Zu viele Unsicherheiten
begleiten die Bemühungen der Essener, mit ihren Handelsgeschäften
nicht ganz unterzugehen.
Die gesamte Handelsbranche in Deutschland kämpft, seit Jahren. Die
Umsätze sollen auch 2009 sinken. Höchstens Internet-Einkaufsgeschäfte
und Versender, die sich auf Nischenmärkte spezialisiert haben, bieten
spärliche Lichtblicke.
Da stellt sich die Frage, was Arcandor besser kann als Rivalen. Die
einstige Karstadt Quelle AG taumelt seit Jahren, anders als
Wettbewerber wie etwa die Kaufhof-Mutter Metro. Dass Arcandor im
Überlebenskampf auf einmal die Ideen findet um aufzuerstehen, ist
unwahrscheinlich.
Arcandor bleibt also nichts anderes übrig, als jetzt die
Drecksarbeit zu erledigen – Jobabbau und Ladenschließungen -, um
überhaupt noch Käufer für Sparten zu finden. Und damit wenigstens
einen Teil der Arbeitsplätze zu retten.
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