Essen (ots) – Ach, Herr Bundespräsident, schön, mal wieder etwas
von Ihnen zu hören! Jeder solle einen Beitrag zum Umweltschutz
leisten, finden Sie? Wir auch. Aber doch bitte nicht über den
Spritpreis. Jetzt sind andere an der Reihe. Zum Beispiel die
Automobilkonzerne. Die haben lange prächtig verdient mit immer
größeren und schnelleren Wagen. Ein geringer Spritverbrauch hat da
nur selten eine Rolle gespielt.
Warum sollte Otto Normalverbraucher ausbaden, was in den Chefetagen
der Hersteller über Jahre vermasselt wurde? Hätte Brüssel den
Konzernen nicht die Daumenschrauben angelegt, würden wir vermutlich
noch immer auf Autos warten, die sowohl komfortabel als auch
spritsparend sind. Da ist noch mehr drin, die Politik muss sich nur
trauen.
Vielleicht fürchten Sie, lieber Herr Bundespräsident, aber auch nur
den Gegenwind der Auto-Lobbyisten. Im Vergleich dazu fällt der
Widerstand an der Tankstelle vermutlich wie ein laues Lüftchen aus.
Dabei haben wir Deutsche doch gerade mit der Abwrackprämie bewiesen,
dass wir durchaus bereit sind, auf etwas Kleineres umzusteigen. Die
Anreize müssen nur stimmen.
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