Essen (ots) – Grundsätzlich sollte allen Tänzern um das goldene
Online-Kalb ja das Herz aufgehen, da sich mittlerweile selbst große
Dirigenten in die Pflicht nehmen, ihr tägliches Erlebnisjournal in
die Tasten zu meißeln.
Aber das Netz mit seinen weiten Maschen ist eben auch von
unnachgiebiger Durchsicht. Das sieht, wer Leonard Slatkin sieht.
Slatkin probt an der MET die “Traviata”. Täglich schreibt er ein
bisschen nervösen Kunsterlebnisklatsch auf.
Über den Star-Bariton Thomas Hampson zum Beispiel, dass er wegen
einer Bronchitis später in New York angekommen sei, nun aber (Eintrag
20. März!) ganz wunderbar bei Stimme sei: “He sounded great.”
So ein peinlich jammervoller Opernzufall, dass Hampson nun aber
auch eine Website hat und ein für den 21. März geplantes
Heidelberger Konzert wegen “bronchical flu” unter großem Bedauern
stornierte. Da hüsteln wir altmodischen Papiermenschen ein bisschen
verlegen und denken an die gute alte Zeit zurück, als der Vorhang bis
zur Premiere zu war. Und zu allem schwieg.
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31/03/2010 at 10:33 Permalink
Lesen Sie Thomas Hampsons Stellungnahme und Klärung auf “facebook, Thomas Hampson + fans”. Da versteht man, wie das Mißverständnis zustande kam.