WAZ: Beste Startbedingungen. Kommentar von Sven Frohwein



Essen (ots) – Google hat sich Zeit gelassen. Ganze acht Jahre nach Apple bringt der Suchmaschinengigant seinen Internet-Musikladen an den Start. Zähe Verhandlungen mit den Verlegern hatten die Eröffnung verzögert. Trotzdem kann sich der Einstand sehen lassen. 13 Millionen Songs sollen zu Beginn bei Google Music bereitstehen. Noch hat der Online-Laden mit dem Apfel aber die Nase vorn. 20 Millionen Lieder hält Apple bereit, 16 Milliarden wurden im vergangenen Quartal heruntergeladen. Daran wird sich Google messen lassen müssen. Die Startbedingungen sind aber nicht schlecht: Weltweit soll es 200 Millionen Handys mit Googles Betriebssystem Android geben, auf jedem vierten Handy läuft die Software mit dem grünen Roboter im Logo – Tendenz steigend. Funktioniert das Herunterladen genauso kinderleicht wie bei Apple, dürfte dem Erfolg also nichts mehr im Wege stehen. Das Debüt bringt vor allem Anbieter wie Amazon in Bedrängnis. Denn diese profitierten bislang vom Fehlen eines Google-Angebots. Warum sollten Android-Nutzer jetzt noch bei Dritten vorbeischauen, wenn das Handy die Musik gleich mitbringt?

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