Essen (ots) – Mißfelder neigt zu verbalen Missgriffen. Bereits
2003 langte der CDU-Jungspund voll daneben, als er sich gegen
künstliche Hüftgelenke für Betagte einsetzte. “Das klingt zwar hart,
aber es ist nun mal so: Früher sind die Leute auch auf Krücken
gelaufen”, ätzte er seinerzeit. Und heute verballern nach Auffassung
von Mißfelder Arbeitslose jeden zusätzlichen Euro umgehend für Kippen
und Schnaps.
Na klar, es gibt diese Fälle. Da investieren Eltern lieber in das
nächste Sixpack Bier als in Schulbücher und Kleidung für ihre Kinder.
Aber anstatt Hartz IV-Empfänger kollektiv an den Pranger zu stellen,
sollte sich Mißfelder als Politiker lieber Gedanken machen, wie das
zu verhindern ist. Zusätzliche Leistungen für Kinder in Form von
Gutscheinen auszuzahlen wäre beispielsweise ein Weg, Schulspeisungen
ein anderer.
Mißfelders neuerlicher Missgriff ist insbesondere in Zeiten, wo
der Staat das von millionenschweren, gierigen Bankern verursachte
Finanzdesaster mit Milliarden abzumildern versucht, einfach
deplatziert. Die paar Euro mehr für Hartz IV sind da wahrlich Peanuts
und keinesfalls Anlass für üble Stimmungsmache.
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