WAZ: Alarmstufe Rot bei Arcandor – Kommentar von Sabine Brendel



Essen (ots) – Etwas mehr als eine Woche nach Arcandors
Insolvenz-anträgen wird klar: Beschäftigte und Kunden des
Traditionshauses müssen sich für alles wappnen. Vorige Woche
versprühten Konzernchef Karl-Gerhard Eick und der zum
Generalbevollmächtigten gekürte Sanierungsexperte Horst Piepenburg
noch Optimismus. Da hatte Arcandor den Insolvenzantrag gerade
gestellt.
Seither sichten der vorläufige Insolvenzverwalter Görg und sein Team
die Lage in langen Arbeitstagen und mit Cola sowie Bananen als
Fitmachern. Sie entdecken Unerfreuliches: Bei Quelle herrscht
Alarmstufe Rot wegen der Auslagerung der lebenswichtigen
Rechnungsabwicklung. So muss sich Görg erst darum kümmern, dass
Quelle an Geld kommt, statt drängende operative Probleme bei Arcandor
anzupacken.
Hier rächt sich bitter, dass Arcandor wichtige Tätigkeiten aus der
Hand gab. Zudem hat der Konzern etwa 520 Töchter – durch diese
Unübersichtlichkeit müssen sich die Experten wühlen. Das alles kostet
Zeit – vielleicht zu viel Zeit, um in der gebotenen Eile noch zu
retten, was zu retten wäre.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de  

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One Comment on "WAZ: Alarmstufe Rot bei Arcandor – Kommentar von Sabine Brendel"

  1. Peter
    19/06/2009 at 07:18 Permalink

    Glücklicherweise wurde ein Teil der Beschäftigten erstmal gerettet, da Quelle ja nun wie es aussieht Unterstützung der Banken bekommt, um den Konzern aufrechtzuerhalten. Bleibt zu hoffen, dass auch die Kaufhauskette Karstadt, wie aktuell behauptet, auf dem Weg der Besserung sei und sich deren wirtschaftliche Lage vor Allem durch das Weihnachtsgeschäft wieder soweit bessert, dass die vielen Mitarbeiter nicht auf der Straße stehen.

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