Essen (ots) – Wer die Durchschnittsgehälter der Manager von
Unternehmen im deutschen Aktienindex Dax in ihrer absoluten Höhe
akzeptiert, muss feststellen, dass es in dieser Krise auch gerecht
zugeht. Ein Fünftel weniger Gehalt – das zeigt, die Chefetage ist
nicht der Selbstbedienungsladen, für den sie zuweilen gehalten wird.
Jedenfalls nicht in der oft vorgetragenen Pauschalität. Ausreißer wie
Porsche-Chef-Gehälter und selbstvergessene Banken-Bosse, die auch
noch vom Steuergeld Millionen einklagen wollen, gibt’s immer.
Die öffentliche Debatte und Empörung über solcherlei unappetitliche
Fälle haben Früchte getragen. Die Gesetzesverschärfung mit Blick auf
die Kontrollpflichten der Aufsichtsräte zeitigen ebenfalls Erfolge.
Insgesamt scheint das Bewusstsein in der Kaste der Top-Manager
gewachsen zu sein, dass nicht alles in Ordnung ist, was der Vertrag
hergibt.
Wenn ab kommendem Jahr dann noch die Aktionäre auf den
Hauptversammlungen ihrer Unternehmen über die einzelnen Gehälter
debattieren, ist ein Maß an Öffentlichkeit und Transparenz
hergestellt, das Exzesse vermeiden sollte.
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