Essen (ots) – Jeder, der sich das 100-Meter-Finale am Sonntag ohne
ein mulmiges Gefühl im Bauch ansieht, muss als naiv gelten. Beim
Rennen um den Titel des schnellsten Mannes der Welt wird Doping im
Spiel sein. Das lehrt schlicht die Doping-Vergangenheit aller
früheren Sprintkönige von Ben Johnson über Linford Christie bis hin
zu Tim Montgomery und Justin Gatlin.
Bei wem es in Berlin so ist? Man weiß es nicht und sollte sich vor
Unterstellungen hüten. Doping-Proben, die negativ sind, beruhigen im
Dschungel der medizinischen Möglichkeiten längst nicht mehr. Fest
steht nur eins: Das mulmige Gefühl läuft mit.
Und trotzdem: Der Kampf um den Titel des Schnellsten elektrisiert
die Massen. Immer noch und trotz aller Bedenken. Läuft Usain Bolt
einen neuen Weltrekord? Kann Tyson Gay den Jamaikaner packen? Oder
kommt ein ganz anderer Sprinter aus dem Nichts nach vorne?
Es ist ganz einfach eine gute Show. Was das mit der reinen Lehre des
Sports zu tun hat? Nicht viel!
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