Verband: Google bedrängt Gelbe Seiten / Google-Partner wie Winlocal reißen den Markt für die lokale Suche an sich



Köln/Bonn (ots) – Die lokale Suche nach dem Handwerker um die Ecke, dem besten Friseur in der Stadt oder dem nächstgelegenen Facharzt hat sich längst von traditionellen Branchenbüchern hin zu Google verlagert. Diese Schlussfolgerung zieht die Software-Initiative Deutschland e.V. (www.softwareinitiative.de, SID) aus aktuellen Marktzahlen zur Google-Nutzung in Deutschland. “Das World Wide Web ist nicht mehr nur das Tor zur Welt, sondern für die Mehrzahl der Verbraucher auch der Schlüssel zu ihrem lokalen Umfeld. Schon heute sind rund 30 Prozent aller Suchanfragen in Deutschland lokal begrenzt”, erläutert Valentina Kerst, Präsidentin des deutschen Softwareverbandes. Laut Marktuntersuchung beginnen 70 Prozent aller lokalen Suchanfragen online. Davon starten 47 Prozent bei Google, 22 Prozent bei einem Online-Branchenbuch und nur 4 Prozent im Online-Teil der örtlichen Tageszeitung. Hierbei entfallen rund 40 Prozent auf das Stichwort “Google Maps” – Tendenz steigend -, etwa 20 Prozent auf “Gelbe Seiten” und etwa 10 Prozent auf “Stadtplan”. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 hatte “Stadtplan” noch bei ca. 80 Prozent gelegen, “Gelbe Seiten” bei etwa 40 Prozent und “Google Maps” bei unter 10 Prozent.

“Die Verbraucher sind bei der lokalen Suche längst bei Google gelandet, doch die meisten regionalen Händler und Dienstleistungsbetriebe wie Handwerker, Friseure oder Ärzte tun sich noch sehr schwer, für ihre örtlichen Kunden über Google überhaupt auffindbar zu sein. Aber mit Firmen wie Winlocal, die eine für regionale Kleinbetriebe optimierte Google-Präsenz anbieten, beginnt sich der Markt jetzt von Branchenbüchern weg und hin zum lokalen Suchgeschäft zu drehen”, erklärt die SID-Präsidentin Valentina Kerst. Immerhin suchen die Deutschen mehr als 32.000 Mal pro Minute (!) nach lokalen Themen. Schon heute bestellt jeden Monat (!) mehr als eine halbe Million Menschen eine Pizza online – das ist so, als ob ganz Hannover jeden Monat einmal Pizza essen geht.

Der Trend zur regionalen Suche hat in den USA bereits seine ersten Opfer gefordert: zwei der fünf großen US-Branchenbuchfirmen haben Insolvenz anmelden müssen. Gleichzeitig hat mit Reachlocal das erste auf die lokale Internetsuche fokussierte Unternehmen einen erfolgreichen Börsengang hingelegt. “Alle Anzeichen deuten auf eine ähnliche Entwicklung in Deutschland hin”, sagt Valentina Kerst. “Branchenriesen wie Gelbe Seiten und Co tun gut daran, sich mit gezielten Online-Akquisitionen im Google-Umfeld zu stärken”, meint die SID-Präsidentin. Schon heute wäre ein erst vor drei Jahren gestartetes deutsches Unternehmen wie Winlocal rund 250 Mio Euro wert, wenn man den Börsenwert des US-Pendants Reachlocal zugrunde legt.

Die Software-Initiative Deutschland e.V. (SID) wurde als IT- und Softwareverband gegründet, um auf die wachsende Bedeutung von Software in immer mehr beruflichen, unternehmerischen und privaten Lebensbereichen aufmerksam zu machen. Auf etwa 2 Billionen Euro werden die Investitionen der Verbraucher, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand in Computersoftware geschätzt. Die SID setzt sich für die konsequente Fortentwicklung von Bestandssoftware auf modernen Plattformen und insbesondere dem Internet ein, um Investitionsschutz und Modernisierung im Dienst der Wirtschaft zu erreichen. Sie versteht sich einerseits als Diskussionsforum der Fachleute und andererseits als Aufklärungsinstanz, um die Verbraucher über den Nutzen und die Gefahren von Software zu informieren.

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Weitere Informationen: Software-Initiative Deutschland e.V., E-Mail:
contact@softwareinitiative.de, Web: www.softwareinitiative.de

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