Hannover (ots) – Mit einem Zitat des Reformators Johannes Calvin
führte Vizepräsident Klaus Winterhoff, Mitglied des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Synodalen auf ihrer 2.
Tagung in Ulm in den Haushaltsplan 2010 ein.
“Die Fürsten sollen eingedenk bleiben, dass ihre Staatseinkünfte
keine Privatkassen sind, sondern vielmehr Schatzkammern des ganzen
Volkes,
die sie ohne offenkundiges Recht nicht vertun oder verschwenden
können.”
Das also, so Winterhoff, sei verantwortlicher Umgang mit Geld:
“Ein altes Wort. Ein klares Wort. Ein aktuelles Wort. Und das nicht
nur, weil die EKD das Calvin-Jahr begeht. Es trifft die EKD in der
größten globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise seit über 80
Jahren”, so Winterhoff weiter.
Der Haushalt habe ein Gesamtvolumen von rund 182 Millionen Euro
und wird maßgeblich durch Umlagen der Gliedkirchen finanziert. Im
Jahr 2010 sind es voraussichtlich 85 Millionen Euro, 500.000 Euro
mehr als im Jahr 2009.
Auch 2010 werden Schwerpunktsetzungen und Aktivitäten von
besonderer gesamtkirchlicher Bedeutung finanziert. Dazu gehört als
Markstein die entwicklungspolitische Arbeit mit 42 Millionen Euro.
Dieser Betrag steht dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) für
die vielfältigen Projekte zur Armutsbekämpfung auf der Welt zur
Verfügung.
Auf knapp 14,6 Millionen Euro belaufen sich die Ausgaben für die
Öffentlichkeitsarbeit und die publizistische Tätigkeit der
EKD-Arbeit. Diese, so Winterhoff, sei angesichts sinkender
Kirchenmitgliederzahlen immer wichtiger. In diesem Betrag sind auch 4
Millionen für die Fortführung der Zeitschrift “chrismon” vorgesehen.
Weiter werden Mittel zur Gestaltung des Reformprozesses
bereitgestellt. Dazu gehört unter anderem die Errichtung des Zentrums
für Predigtkultur in Wittenberg sowie die Unterstützung
missionarischer Vorhaben.
Friedrich Vogelbusch, Vorsitzender des Haushaltsausschusses
unterstreicht, dass die aktuelle Krise die Kirchen jenseits der
kurzfristigen Bewältigung zu einem grundlegenden Wandel
herausfordert. Ein Wandel, der auch durch das neue
kirchlich-doppische Rechnungswesen der EKD ab 2013 unterstützt werden
soll.
Hannover, 26. Oktober 2009
Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick
Pressekontakt:
Evangelische Kirche in Deutschland
Reinhard Mawick
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