Hamburg (ots) – Großvorhaben erfolgreich gemeistert: Für die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH war das Jahr 2010 von zahlreichen Veränderungen geprägt. “Die Zusammenführung unserer zentralen Redaktionen am neuen Standort Berlin war das größte Projekt in der Geschichte der dpa. Mit der Einführung unseres neuen, multimedialen Produktionssystems ines hatten wir parallel noch ein zweites Großprojekt zu bewältigen. Beide Ziele sind plangemäß und zu den geplanten Kosten erreicht worden”, erklärte dpa-Geschäftsführer Michael Segbers am Mittwoch bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2010 in Hamburg.
Der Umbau von Deutschlands größter Nachrichtenagentur geht nun konsequent weiter. “Durch eine Neustrukturierung unserer Landesbüros und die Einführung von bundesweit sieben Regio-Desks schaffen wir es, noch näher an die Menschen und an ihre Geschichten heranzukommen”, sagte dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner. “Damit gelingt es uns noch besser, die Bedürfnisse unserer Kunden zu bedienen und ihnen spannende Berichterstattung zu liefern, in Text, Bild, Grafik, Audio und Video.”
Der Höhepunkt des Jahres 2010 war für die dpa die Einweihung ihres neuen Newsrooms in Berlin am 15. September in Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff und vieler Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Auf einer Fläche von mehr als 2200 Quadratmetern sind im alten Berliner Zeitungsviertel erstmals alle zentralen Redaktionen der Agentur an einem Standort und auf einer Ebene vereint. “Text-, Bild- und Onlineredakteure, Grafiker, Hörfunk- und Videospezialisten arbeiten Hand in Hand”, sagte Büchner. “Der ständige Austausch über alle Mediengattungen hinweg führt genau zu dem kreativen Prozess, den wir uns durch den Umzug erhofft haben.”
Im Newsroom arbeiten jetzt dpa-Teams erfolgreich und eng zusammen, die bis zum Sommer 2010 noch auf verschiedene Gebäude in Hamburg, Berlin und Frankfurt/Main verteilt waren. Die zahlreichen Besucher aus dem In- und Ausland zeigen sich vom neuen dpa-Newsroom regelmäßig sehr beeindruckt und sehen in ihm ein Vorbild für die Gestaltung moderner Nachrichtenredaktionen.
Das neue Redaktionssystem ines ermöglicht es der dpa erstmals, ihre Nachrichten in multimedialer Form auf nur einer Produktionsoberfläche zu erstellen, zu bearbeiten und an ihre Kunden auszusenden. “Dies erleichtert das Zusammenspiel zum Beispiel von Text- und Bildredaktionen ungemein”, sagte Büchner. Auf ein überaus positives Echo stoße auch das Kundenportal “dpa news”, das – anders als ein klassischer Nachrichtenticker – zu den Topthemen des Tages einen besonders schnellen Überblick zu bereits gesendeten und noch geplanten dpa-Beiträgen ermöglicht. Zugleich haben die Kunden die Möglichkeit, über den Rückkanal auf “dpa news” die Berichterstattung zu kommentieren und Fragen dazu zu stellen – ein bisher einzigartiges und für alle anderen Nutzer des Portals zudem transparentes Verfahren.
“Verlage, Rundfunkanstalten und andere Medienkunden nutzen diese Möglichkeiten immer intensiver”, schilderte Büchner die jüngsten Erfahrungen. “Die neue dpa ist hier jederzeit ansprechbar – und sie ist jederzeit bereit, ihren Kunden dabei zu helfen, selbst erstklassige, relevante, einzigartige und damit unverwechselbare journalistische Produkte zu erarbeiten.” Auf dem Weg vom Nachrichtenlieferanten zum Nachrichtennetzwerk ist die dpa im Jahr 2010 somit entscheidende Schritte vorangekommen.
Plangemäß hat die dpa das Geschäftsjahr 2010 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Der Fehlbetrag von knapp 5,2 Millionen Euro sei zwar nicht erfreulich, doch stehe die Agentur wirtschaftlich weiterhin auf einer sehr soliden Basis, erklärte Michael Segbers. Zum Minus in dieser Höhe hätten – neben den genannten Großprojekten – unter anderem Rückstellungen für eine Neuorganisation im Ausland, Restwertabschreibungen und das neue Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz beigetragen. Der Umsatz ging leicht um 2,7 Prozent auf 87,8 Millionen Euro zurück. Die Zahl der Mitarbeiter ist bei der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH um 2 Prozent auf 729 gesunken. Für 2011 sei es das erklärte Unternehmensziel, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung der dpa im laufenden Jahr ist die Umsetzung des Projektes “Pro Inland”. Durch die Schaffung von Regio-Desks in Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, München und Stuttgart werden dpa-Reporterteams bundesweit von bisherigen Redigier- und anderen Büroarbeiten entlastet. “Das bedeutet für unsere Redakteure und Fotografen, noch mehr Zeit zu haben, um genau dort zu sein, wo gerade Interessantes passiert – bei den Menschen in Dresden und Rostock, Kiel und Köln, Saarbrücken und Nürnberg”, sagte Chefredakteur Büchner. Mit der Einrichtung der multimedial arbeitenden Regio-Desks setze die Agentur ihren Weg der Erneuerung im Dienste der Kunden konsequent fort: “Alle Regio-Desks nehmen in diesem Sommer ihre Arbeit auf, und die ersten Erfahrungen sind sehr erfreulich.”
Die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH ist der unabhängige Dienstleister für multimediale Inhalte. Die Nachrichtenagentur versorgt als Marktführer in Deutschland tagesaktuelle Medien aus dem In- und Ausland. Ein weltumspannendes Netz von Redakteuren und Reportern garantiert die eigene Nachrichtenbeschaffung nach im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen: unparteiisch und unabhängig von Weltanschauungsfragen, Wirtschafts- und Finanzgruppen oder Regierungen. dpa arbeitet über alle Mediengrenzen hinweg, rund um die Uhr. Auf diese Qualität verlassen sich Printmedien, Rundfunksender, Online- und Mobilfunkanbieter sowie andere Unternehmenskunden in mehr als 100 Ländern. Weitere Informationen unter www.dpa.de
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