Universität Bremen gilt weiterhin als umweltfreundlicher Betrieb



(pressebox) Bremen, 17.03.2009, Die Universität Bremen darf sich als eine der wenigen Hochschulen Deutschlands auch im Jahr 2009 als umweltfreundlicher Betrieb bezeichnen. Nach einem Rundgang auf dem Campus bewertete ein unabhängiger Gutachter die Umweltleistungen der Universität als positiv, die seit fünf Jahren mit einem Umweltmanagementsystem nach der europäischen Norm "Eco Management and Audit Scheme" (EMAS) arbeitet. Damit hat die Universität zum fünften Mal in Folge die Hürde einer EMAS-Validierung genommen.

So hob der Umweltgutachter Dr. Hans-Peter Wruk aus Pinneberg in seiner Abschlusspräsentation mehrere Aspekte positiv hervor. Besonders begrüßte Wruk die Zielrichtung hin zu mehr Energieeffizienz an der Universität. So plant die Universität zum Beispiel die Umsetzung von "Green IT" mit dem Ziel, die CO2-Emissionen zu senken. Auch die Einbeziehung der Studierenden in diesem Feld bewertete er positiv. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung zur klimaneutralen Universität haben Studierende unter anderem Methoden zur Dämmung von Altgebäuden analysiert und das Einsparpotential berechnet. Bei der Planung von zukünftigen Baumaßnahmen spielen energetische Gesichtspunkte ebenfalls eine wichtige Rolle. So soll etwa beim Umbau eines Gebäudes in der Achterstraße der Energieverbrauch mit Hilfe einer natürlichen Be- und Entlüftung minimiert werden. Die Erstellung von Energiepässen bei älteren Gebäuden ist bereits weit vorangeschritten. Der geplante Pool von Lehrveranstaltungen im General Studies – Bereich mit Hilfe von e-Learning-Modulen – bietet eine gute Möglichkeit, Themen aus dem Umweltmanagement einfließen zu lassen. Auch soll ein Bildungsangebot zur Nachhaltigkeit etabliert werden.

Bei den Forschungsaktivitäten der Universität Bremen ist dem Umweltgutachter besonders positiv die Physikdidaktik aufgefallen. Hier wurde ihm das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt "Klimawandel vor Gericht" vorgestellt – die Förderung ökologischer Bewertungskompetenz von Jugendlichen. Bemerkenswert fand Wruk auch die Aktivitäten von Professor Sabine Schlacke. Die Bremer Wissenschaftlerin leitet die Forschungsstelle "Europäisches Umweltrecht" und ist an einigen Projekten zum Küstenschutz und Klimawandel beteiligt. Zudem ist sie Mitglied im Wissenschaftlichen Berat für globale Umweltveränderung (WBGU) der Bundesregierung.

Das EMAS-System wird in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen Gutachter überprüft. Umweltprogramm, Umweltaktivitäten und die Einhaltung der Umweltleitlinien der Universität stehen dabei im Fokus – so auch bei der diesjährigen Umweltbegutachtung.

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