(pressebox) Muenchen, 04.09.2009,
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- 25 Prozent erkennen den Mehrwert von IT, um mittel- und langfristig die Krise bewältigen
- 71 Prozent sind sich der Notwendigkeit von Innovation bewusst, doch nur Deutschland setzt dies in die Tat um
Informationstechnologie wird zunehmend auch auf Vorstandsebene als Katalysator für den operationalen Erfolg verstanden. Das ist die Kernbotschaft der von BMC Software in Auftrag gegebenen pan-europäischen Studie des englischen Marktforschungsunternehmens Loudhouse Research. Im Rahmen der Untersuchung wurden 300 CIOs, IT-Direktoren und Manager führender Unternehmen aller Branchen mit einem durchschnittlichen Umsatz von 2 Mrd. Euro Umsatz in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu ihren Investitionsplänen in IT-Innovationen befragt.
72 Prozent bestätigen die Notwendigkeit von IT-Investitionen in jeder Wirtschaftslage. Darüber hinaus sind sich 60 Prozent darüber einig, dass Investitionen in neue Technologien einen wesentlichen Einfluss auf eine gesteigerte Effizienz der Geschäftsabläufe hat. Dennoch hat europaweit die Bereitschaft für die Ausgaben in IT-Innovationen um durchschnittlich 11 Prozent nachgelassen, was auf kurzfristigen Kostenkonsolidierungsdruck zurückzuführen ist.
Deutschland als innovativer Vorreiter
Die Studie belegt einen signifikanten Vorsprung Deutschlands in Bezug auf IT-Innovationen. Selbst in der Krise haben nur 8 Prozent ihre Investitionen in Innovation heruntergefahren. 24 Prozent der deutschen Firmen investieren weiterhin und sind damit in Europa führend. Im Vergleich dazu steht es mit der Bereitschaft der Briten und Franzosen mit jeweils 17 und 15 Prozent eher zurückhaltend aus, wenn es um Investments in Innovation geht. Bei 46 Prozent aller befragten deutschen Unternehmen zeichnet sich darüber hinaus ein Trend zur Automatisierung der Geschäftsprozesse ab. Dies ist insbesondere auf die Optimierung der bestehenden IT-Infrastruktur zurückzuführen und scheint daher die kurzfristige Reaktion auf die Krise darzustellen. Zusammenfassend lässt sich für Deutschland feststellen: in Krisenzeiten zählt Kostenoptimierung durch effizientes Prozessmanagement. Darüber hinaus ist sich ein Grossteil der deutschen Unternehmen darüber einig, dass die kontinuierliche Investition in IT-Innovation ein probates und effektives Mittel ist, für den wirtschaftlichen Aufschwung gewappnet zu sein.
Unterschiedliche Strategien in Europa
Seit dem Eintritt der Krise, realisieren bereits 77 Prozent der europäischen Unternehmen Kostenoptimierungen durch die IT. Ferner weisen 64 Prozent der Befragten daraufhin, dass die IT sogar Kosten in anderen Geschäftsbereichen eingespart hat. Die Studie hat darüber hinaus drei Merkmale für Unternehmen identifiziert, die durch unterschiedliche Methoden die Krise meistern wollen:
- Risikobereitschaft: Diese Unternehmen zeichnen sich durch einen proaktiven Umgang mit der Krise aus. Sie sehen die Krise als echte Chance, sortieren sich neu und investieren in IT-Prozesse. Die Ausgaben für IT-Innovationen werden nur um 0,5 Prozent reduziert.
- Pragmatismus: Die pragmatisch agierenden Unternehmen begegnen der Krise mit Kostenreduktion, die zumeist kurzfristig ausgelegt ist. 39 Prozent der Befragten bevorzugen Projekte, die einen schnellen ROI garantieren.
- Zurückhaltung: 41 Prozent üben sich in Zurückhaltung mit Business as usual. Diese Unternehmen geben wenig Geld für die Rationalisierung ihrer Infrastruktur aus. Zurückhaltende Organisationen sehen auch keinen direkten Mehrwert der IT für die Optimierung ihrer Prozesse.
Etwa ein Viertel der befragten Unternehmen agiert auch in der Krise proaktiv. Diese Unternehmen nehmen die Rezession als tatsächliche Bedrohung wahr und sehen sich gezwungen, aktiv etwas dagegen zu unternehmen. 37 Prozent dieser Organisationen spüren einen erhöhten Wettbewerbsdruck und arbeiten an Lösungen, die Krise zu meistern und sich auf den Aufschwung vorzubereiten.
Diese Unternehmen planen Projekte, welche die Komplexität der Infrastrukturen auf der einen Seite reduzieren und die operationalen Prozesse auf der anderen Seite rationalisieren. Die Einsparungen, die im wesentlichen durch Automatisierungslösungen erzielt werden, re-investiert ein Teil der Unternehmen in Innovationen. So denken beispielsweise 76 Prozent darüber nach, in den nächsten 18 Monaten in innovative Technologielösungen wie Virtualisierung zu investieren, um die IT-Effizienz zu erhöhen.
Zitate
Luca Lazzaron, Managing Director EMEA bei BMC Software: "Überraschend ist das verhältnismässig hohe Niveau der Ausgaben, die hierzulande nach wie vor in innovative Projekte gesteckt werden. Die Studie belegt, dass deutsche CIOs durchaus mittel- und langfristig planen und IT-Investitionen bereits seit längerer Zeit am übergeordneten Geschäftsziel ausrichten. Die Unternehmen haben offensichtlich begriffen, dass kurzfristige Kostenkonsoldierung kein Garant für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit darstellt."
Dr. Alexander Grous, London School of Economics: "Unternehmen können sich nicht wirtschaftlich erholen, indem sie jetzt sparen."
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