Baden-Baden (ots) – Mit dem historischen Kriminalroman “Der Name der Rose” gelang Umberto Eco ein literarischer Welterfolg. Nun ist sein neuester Roman “Friedhof in Prag” erschienen, in der Eco eine undurchsichtige und wirkungsmächtige Fälschung der Geschichte nachzeichnet. Felicitas von Lovenberg hat den Romancier zu “Literatur im Foyer” eingeladen, um über sein neues Werk zu sprechen – zu sehen am 3. November um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen.
Der dubiose Romanheld Simone Simonini ist antisemitischer Fälscher. Im Paris des 19. Jahrhunderts plagiiert und fälscht er historische Dokumente, um die angebliche Weltverschwörung der Juden zu entlarven: niedergeschrieben in den “Protokollen der Weisen von Zion”. Umberto Eco taucht tief ins dunkle 19. Jahrhundert hinab, zu Geheimgesellschaften, die keiner genau kennt, Verschwörungen, über die allenfalls Gerüchte existieren, in ein Jahrhundert der großen Pläne, der utopischen Projekte und ihrer düsteren Kehrseite: Denunziation, Verfolgung, Wahn. Wie niemand sonst kennt Umberto Eco die Pamphlete, Flugschriften, Sekten, Bruderschaften und Zirkel.
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