Tückischer Schmuck / Trotz problematischer Gesundheitsfolgen ist der Trend zum Piercen ungebrochen



Baierbrunn (ots) – Bei etwa jedem dritten Piercing im “hohen”
Ohrknorpel kommt es zu unangenehmen Folgen, monatelange
Wundheilungsstörungen sind häufig. Trotzdem ist gerade diese Stelle
bei den Körperschmuckträgern mit am beliebtesten. “Entzündungen beim
Ohren-, aber auch beim Nasenpiercing können sich zu einer richtig
üblen Sache entwickeln”, sagte die Berliner Hautärztin Dr. Jeannette
Eicholtz im Patientenmagazin “HausArzt”. “Schlimmstenfalls kommt es
zu bleibenden Verformungen.” Vor allem in weniger gut durchbluteten
Körperregionen ist die Infektionsgefahr hoch. Eicholtz zählt dazu die
Brustwarzen, wo das Piercing später zu Problemen beim Stillen führen
kann. Weitere Details aus der Komplikations-Liste der Mediziner:
heftige Blutungen im Genitalbereich, falls die Haut dort einreißt,
Nervenlähmungen in der Zunge, Hautreizungen am Nabel, Ausrisse an der
Augenbraue. Nicht umsonst gelten Piercings rechtlich als
Körperverletzung. Daher dürfen Studios sie bei Minderjährigen nur mit
Einwilligung eines Erziehungs-berechtigten vornehmen. Wer auf den
modischen Schmuck nicht verzichten will, soll bei der Wahl des
Studios auf die hygienischen Bedingungen achten.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das PatientenMagazin “HausArzt” gibt der Deutsche Hausärzteverband
in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 2/2010
wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de  

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