Thomas Gensemer ist am 24. Juni beim medienforum.nrw in Köln. Er ist einer der führenden Propheten politischer Online-Kommunikation und gilt als Architekt von Barack Obamas Online-Wahlkampf.



Köln (ots) – Das Verhältnis zwischen Medien, Politik und Wählern
steht vor einem epochalen Wandel: Die klassischen Massenmedien
verlieren angesichts immer neuer Online-Angebote ihre Transport- und
Transmissionsfunktion. So wenden sich Spitzenpolitiker immer häufiger
von Kameras und Mikrofonen ab, weil sie lieber ungefiltert per
Internet direkt mit den Bürgern kommunizieren. Gleichzeitig schaffen
sich in einer fragmentierten Gesellschaft immer mehr soziale Gruppen
und Individuen online eigene Artikulationsplattformen. Die Effekte
solcher Transformationsprozesse werden beim 21. medienforum.nrw vom
22. bis 24. Juni  gleich in mehreren Expertenrunden analysiert.

Mit Thomas Gensemer ist am 24. Juni in Köln einer der führenden
Propheten politischer Online-Kommunikation beim Internationalen
Konvergenzkongress des 21. medienforum.nrw zu Gast. Gensemer arbeitet
als Managing Partner der 2004 gegründeten US-Internet-Agentur Blue
State Digital, die bei Barack Obamas Wahlkampf für Konzeption, Design
und Strategie der Wahlkampf-Website BarackObama.com verantwortlich
war. Politische Parteien, große Verbände und Organisationen, so sagt
der Experte, müssen ihre Unterstützerbasis und die Kommunikation zu
ihren Kunden neu aufbauen. “Die alte Basis dieser Organisationen
reicht für Erfolge in der Zukunft nicht mehr aus. Dabei können die
digitalen Technologien neue Perspektiven eröffnen”, lautet Gensemers
Credo. Der international gefragt Experte ist zurzeit unter anderem
für Premierminister Gordon Brown in England tätig.

Agenturen wie Blue State Digital stellen für den traditionellen
Journalismus eine große Herausforderung dar. Der Internationale
Printkongress stellt sich deshalb am 23. Juni der Frage, ob der
öffentlichen Kommunikation das Publikum verloren geht. Mercedes Bunz
(Chefredakteurin Tagesspiegel online), Dr. Heribert Prantl
(Ressortchef Innenpolitik Süddeutsche Zeitung), Medienberater Michael
Spreng, Regierungssprecher Thomas Steg und der Autor Dr. Hajo
Schumacher werden das Verhältnis von Presse und Politik ausloten.
Beim Internationalen Printkongress kooperiert das 21. medienforum.nrw
mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und dem
Zeitungsverlegerverband Nordrhein-Westfalen (ZVNRW).

Medien ohne Freiheit: Nichts, nie, nirgendwo?

Während das Internet in westlichen Demokratien eine Konkurrenz für
klassische Massenmedien darstellt, bietet die Online-Welt für
vordemokratische Gesellschaftsformen ein mögliches Korrektiv zur
fehlenden Pressefreiheit. Das Thema “Medien ohne Freiheit: Nichts.
Nie. Nirgendwo.” soll deshalb beim Printkongress mögliche Spielräume
ausloten. Eine staatlich gelenkte Presse, bezahlter
Auftragsjournalismus, Bedrohung und Ermordung von Journalisten: Die
Presse- und Meinungsfreiheit ist nach wie vor weltweit in Gefahr.
Zugleich haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so stark
verändert, dass die Ressourcen für freien und investigativen
Journalismus immer seltener zur Verfügung stehen.

Welche Voraussetzungen braucht die Freiheit der Medien? Jürgen
Hein, Leiter des dpa-Landesbüros Düsseldorf, wird auf dem
Printkongress-Podium eine illustre Runde moderieren:
Diskussionsteilnehmer werden Christian Gramsch (Programmdirektor
DW-Radio/DW-World.de), Prof. Dr. Valerij Iwanow (Leiter Akademie der
Freien Presse, Kiew) sowie die freien Journalisten Gemma Pörzgen und
Thomas Schuler sein. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem
Global Media Forum der Deutschen Welle angeboten.

Weitere Informationen unter: www.medienforum.nrw.de

Pressekontakt:
Susanne Land
Leiterin Kommunikation, Pressesprecherin
LfM Nova GmbH
Zollhof 2
D-40221 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 – 77 007-118
Fax: +49 (0)211 – 77 007-316
Mobil: +49 (0)160 – 90 96 86 78
sl@lfm-nova.de  

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