SWR Fernsehen Programmhinweise von Freitag, 16.04.10 (Woche 15) bis Montag, 17.05.10 (Woche 20)



Baden-Baden (ots) – Freitag, 16. April 2010 (Woche 15)/13.04.2010

Nachgeliefertes Thema beachten!

22.00 Nachtcafé
Gäste bei Wieland Backes
Wenn der Job zur Hölle wird – die neue Arbeitswelt

Freitag, 30. April 2010 (Woche 17)/13.04.2010

Tagestipp
22.00 Nachtcafé
Gäste bei Wieland Backes
Die Liebe – mächtig oder mächtig unterschätzt?

Die Liebe kann Grenzen überwinden, Ketten sprengen, ja angeblich
sogar Berge versetzen. Aber Liebe kann auch blenden, täuschen, sie
kann in den finanziellen Ruin führen – oder sie schlägt in Hass um
und endet im Extremfall sogar tödlich. Die Liebe kann die
wunderbarsten, wunderlichsten, aber auch die schrecklichsten
menschlichen Gefühle hervorrufen: Von Obsession, Hörigkeit,
Eifersucht bis hin zu Neid, Abscheu und Hass. In ihrer Leidenschaft
wandern sie ans andere Ende der Welt aus, lassen sich für die große
Liebe enterben, opfern ihre Karriere, brechen sogar den Kontakt zu
den eigenen Kindern ab. Für die einen zahlen sich diese Entbehrungen
aus, andere wiederum stoßen dann doch an Grenzen und müssen das
Scheitern ihrer Liebe schmerzlich eingestehen. Liebe hat viele
Facetten. Kein Gefühl ist so tief, so inspirierend, so berauschend.
Oder ist die Liebe die größte Lebenslüge überhaupt, eine einzige
Illusion, der man sich schon aus reinem Selbstschutz am besten erst
gar nicht hingeben sollte? Liebe – der alltägliche Wahnsinn. Aber was
kann die Liebe bewirken? “Die Liebe – mächtig oder mächtig
überschätzt?”

Die Gäste:

Elke Heidenreich ist seit fast vierzig Jahren mit ihrem Mann Bernd
Schroeder verheiratet. Dennoch lebt das Paar seit vielen Jahren
getrennt. Aus Liebe wurde eine tiefe Freundschaft, deren Nähe auch
die jeweils neuen Lebenspartner akzeptieren müssen. Beide
Schriftsteller sind überzeugt: “Wer einmal jemanden liebt, kann damit
nicht einfach aufhören”.

“Wer an die Liebe glaubt, kann ebenso gut an fliegende Untertassen
glauben”, sagt die Bremer Sexualwissenschaftlerin Dr. Ingelore
Ebberfeld überzeugt. Sie glaubt nicht an den lebenslang treuen,
monogamen Menschen und hält die romantische Liebe für völlig
überschätzt: “Die Natur zwingt uns miteinander in die Betten zu
steigen. Darauf hat man keinen Einfluss.”

Warum heutzutage kaum noch eine Liebe von Dauer ist, darauf meint
Soziologe Sven Hillenkamp eine Antwort gefunden zu haben: Nach
Ansicht des Autors ist daran die Angebotsvielfalt bei der Partnerwahl
schuld, die zu einer Art Wegwerfliebe verführt: “Wir glauben, dass es
garantiert einen noch besseren Partner gibt. Deshalb lebt man in
einer Partnerschaft mit der großen Sehnsucht weiter, mit einem
anderen wäre alles anders.”

Wie weit blinde Liebe führen kann, musste Susanne Schumacher
leidvoll erfahren. Eine Stalkerin, die sich in ihren Mann verliebte,
verfolgte und bedrohte die ganze Familie fünf Jahre lang. “Ich war
total misstrauisch und hatte Zweifel, ob er vielleicht wirklich ein
Verhältnis mit ihr hatte”. Für die Beziehung des Ehepaars eine echte
Zerreißprobe, die sie aber am Ende noch enger zusammenschweißte.

Birgit Brückner verlor innerhalb sieben Wochen alles, was ihr lieb
war: Erst starb ihre elfjährige Tochter Natalie an einem Gehirntumor.
Und dann reichte ihr Mann in dieser schweren Zeit auch noch die
Scheidung ein. Dennoch glaubt sie heute wieder an die Kraft der Liebe
und sagt: “Ich kann wieder tiefe Liebe empfinden. Sie ist die größte
Energie die es gibt und kann einen beflügeln und vorantragen!”

Die schlimmste Zeit im Leben von Komödiantin Tanja Schumann wurde
dagegen zu ihrer Schönsten: Denn ausgerechnet als ihr die
Privatinsolvenz drohte, lernte sie Stefan Burmeister kennen. In
dieser schwierigen Zeit gab er ihr Kraft, um wieder auf die Beine zu
kommen und machte ihr einen Heiratsantrag: “Es war der schönste
Liebesbeweis den ich mir vorstellen kann. Er hat mir gezeigt, dass
man mit Liebe alles schaffen kann.”

Freitag, 30. April 2010 (Woche 17)/13.04.2010

03.15 Königinnen der Nacht
Hinter den Kulissen eines Berliner Bordells

Angelika hat einen Hexenschuss – wieder einmal. Die Tochter von
Ellen sitzt stundenlang vor ihrem Computer, statt ein gutes Buch zu
lesen. Feli braucht dringend einen guten Steuerberater. Wilma hat
wieder einmal einen herrenlosen Hund gerettet und ist deshalb zum
wiederholten Mal und zum Ärger ihrer Kolleginnen zu spät zur Arbeit
gekommen. Die Frauen arbeiten als Prostituierte, und ihr Arbeitsplatz
ist ein kleines Bordell. Nicht im Rotlichtmilieu, sondern in einer
normalen Straße im noch normaleren Bezirk Berlin-Wilmersdorf. Neben
dem Bäcker und einem kleinen Zeitungsladen warten die Frauen jeden
Tag auf ihre Kunden. Sie gehören zu den 400.000 Dirnen, Huren,
Nutten, Bordsteinschwalben oder Liebesdienerinnen in Deutschland. 1,2
Millionen Männer nehmen jährlich ihre Dienste in Anspruch. Zwei
Milliarden Euro setzen die Frauen damit um. Die Huren aus
Berlin-Wilmersdorf zahlen brav und prompt ihre Steuern, sind
freundlich zu jedermann, besonders natürlich zu jedem Mann, und
wollen endlich als Menschen, als Frauen mit einem sicher
ungewöhnlichen, aber anerkennenswerten Beruf wahrgenommen werden. Wie
gestaltet sich der Alltag an ihrer Arbeitsstätte, dem Bordell?
Reporterin Gabriele Jenk ist dieser Frage nachgegangen und hat sich
mit ihrem Kamerateam bei den Damen von Wilmersdorf umgesehen und
dabei Freundschaften und Rivalitäten, Ärger und Freude, Ängste und
Träume der Prostituierten mitbekommen.

Samstag, 1. Mai 2010 (Woche 18)/13.04.2010

Tagestipp
22.20 Kabarettfestival 2010:
Wettbewerb um den Stuttgarter Besen

Viel Staub viel Ehr’! Es ist soweit: acht junge Satirekünstler
fegen über die Bühne in den Stuttgarter Wagenhallen und zeigen das
Beste aus ihren Programmen. Wenn sich der Staub gelegt hat, küren
Jury und Publikum noch in der Nacht den Besengewinner 2010.

Das sind die acht Kandidaten:
Axel Pätz – Tastenkabarett aus Hamburg
Severin Groebner – Österreichisches Kabarett aus Frankfurt
Christine Prayon – Diplom Animationskabarett aus Stuttgart
Paul Poesie aus Leidenschaft – Poetry-Slam Kabarett aus München
Julian Heun – Kabarett Dichtung aus Berlin
Ulan und Bator – Absurdes Kabarett aus Berlin und Köln
Max Uthoff – Politisches Kabarett aus München
Knutz und Tucek – Heimatfilmtheater aus Zürich

Mittwoch, 5. Mai 2010 (Woche 18)/13.04.2010

12.40 (VPS 12.39)
Helmut Kohl – Ein europäischer Patriot

Er hat Deutschland geprägt wie kaum ein anderer Politiker:
Bundeskanzler Helmut Kohl. Am 3. April 2010 feierte er seinen 80.
Geburtstag. Unmittelbar vor einem Festakt zu Kohls Ehren, den das SWR
Fernsehen live aus Ludwigshafen überträgt, zeigt es dieses filmische
Portrait, das Kohls wichtigste Lebensstationen nachzeichnet.

Am Anfang wurde der Mann aus der Pfalz von vielen unterschätzt.
Tatsächlich sollte er ein Vierteljahrhundert lang die Geschicke der
CDU leiten. Und 16 Jahre regierte er Deutschland, so lange wie kein
anderer Kanzler. Helmut Kohl hat die Deutsche Einheit verwirklicht.
Außerdem hat er maßgeblich die Europäische Integration
vorangetrieben, weshalb ihn die europäischen Staats- und
Regierungschefs zum Ehrenbürger Europas ernannt haben. Mit der
Parteispendenaffäre stürzte er aber auch so tief wie wohl kein
anderer deutscher Staatsmann vor ihm.Der Film analysiert, wie das
Machtsystem Helmut Kohls funktionierte. Prominente Zeitzeugen und
Weggefährten ordnen das Lebenswerk des Altkanzlers ein. Zu sehen sind
aber auch rare Aufnahmen aus dem Privatleben des Bundeskanzlers und
seiner verstorbenen Frau Hannelore.

Sonntag, 16. Mai 2010 (Woche 20)/13.04.2010

Geänderten Titel für RP beachten!

18.45 Auf der Spur … der Siedler

Montag, 17. Mai 2010 (Woche 20)/13.04.2010

Geänderten Titel für RP beachten!

08.30 Auf der Spur … der Siedler (WH von SO)

Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail:
georg.brandl@swr.de

  

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