SWR Fernsehen Programmhinweise von Freitag, 09.04.10 (Woche 14) bis Freitag, 14.05.10 (Woche 19)



Baden-Baden (ots) – Freitag, 9. April 2010 (Woche 14)/08.04.2010

22.00 Nachtcafé
Gäste bei Wieland Backes
Prominente Paare

Das Leben in einer Partnerschaft birgt an sich schon
Schwierigkeiten genug. Was aber, wenn sich nun auch noch die
Öffentlichkeit dafür interessiert? Prominente Paare müssen sich
zwangsläufig mit der Bürde ihres Bekanntheitsgrades abfinden, d.h.
beispielsweise von Gerüchten über sich in der Boulevardpresse lesen,
schlimmstenfalls von Skandalen. Gerade hier, in der Königsdisziplin
des Boulevardjournalismuslquote, scheint manchem windigen Reporter
jedes Mittel Recht zu sein: Vorwürfe von Bespitzelungen sorgten
jüngst für Aufregung. Wie funktioniert das Spiel mit der Presse?
Positive Begleiterscheinungen des Promipaardaseins lassen sich
dagegen auch nicht leugnen: das süße Leben auf den roten Teppichen
der Welt. Kein Wunder, dass bei vorwiegend weiblichen Bewunderinnen
der Jagdinstinkt ausbricht und sie einen eigenen Promi für sich zu
angeln versuchen. Die Welt der Schönen und Reichen lockt eben doch.
Wie sieht es hinter der Fassade von Promipaaren aus? Kann die
Konstellation Promi7Nichtpromi funktionieren? Was darf der
Boulevardjournalismus, was nicht?

Die Gäste:

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus und
seine Gattin Susanne Verweyen-Mappus müssen sich noch an ihre neue
Prominenz gewöhnen. Denn erst vor wenigen Wochen wurde der gebürtige
Pforzheimer zum  Landesvater gekürt – und mit ihm rückt natürlich
auch die Familie in den Fokus der Öffentlichkeit. Für Mappus steht
allerdings fest: “Bekanntheit ist ein elementarer Teil meines Jobs,
doch Homestorys wird es von uns nicht geben.”

Über 30 Jahre lang bildeten Musical- und Operettenstar  Dagmar
Koller und der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk das Traumpaar der
Wiener Schickeria. Ihre Bekanntheit genossen die beiden in vollen
Zügen, und so war Ihnen auch die Presse nie lästig. “Wer in der Sonne
steht, muss auch ertragen, dass er verbrannt wird”, war die
Einstellung des Paares. Nach einer längeren Zeit der Trauer über den
Tod ihres Mannes 2008, macht sich Koller nun daran, die Erinnerungen
an ihren Mann wachzuhalten.

Im Juli 2009 gaben Gaby von Thun und Schauspieler Friedrich von
Thun ihre Trennung bekannt. Zehn Jahre lang hatte die Modedesignerin
an der Seite des prominenten Schauspielers gelebt. “Ich habe für die
Ehe mit Friedrich meinen Beruf aufgegeben und damit auch ein großes
Stück meiner Eigenständigkeit.” Nun steht die Münchnerin vor der
großen Herausforderung, als 58-jährige Single-Frau einen neuen
Lebensinhalt zu finden.

Der Anwalt Christian Schertz vertritt prominente Paare in allen
Lebenslagen. Besonders heikel sind Hochzeiten und Trennungen, da das
Liebesleben der Prominenz eine besonders große öffentliche
Aufmerksamkeit erregt. Gleichzeitig nehmen die Recherchepraktiken der
Boulevard-Journalisten immer dreistere Züge an. Schertz rät: “Je
weniger sich Prominente auf dem roten Teppich bewegen, desto besser
geschützt sind sie.”

Prominente Paare sind das Lieblingsthema des Klatschjournalisten
Michael Kneissler. Doch der Gesellschaftsreporter vermisst bei den
deutschen Promi-Paaren einen professionellen Umgang mit ihrer
Öffentlichkeit. “Wenn sie sich gerade vermarkten wollen, belästigen
sie jeden, aber sonst verziehen sie sich nach Mallorca und wollen in
ihrer Privatsphäre nicht gestört werden”, moniert der für seine
Scharfzüngigkeit bekannte Kneissler.

Julia Gödicke ist Medienrummel gewohnt. Als Freundin von
Fußballprofi Marcell Jansen war die heute 25-Jährige der Star unter
den Spielerfrauen, doch dann kam die Trennung. Heute hat die Blondine
eine gemeinsame Tochter mit Jansens Nationalelf-Kollegen Christoph
Metzelder. “Ich hätte nie gedacht, dass diese Nachricht solche Wellen
schlägt. Aber wenn man sich in dieser Sparte aufhält, gehört das wohl
dazu.”

An der Bar:

“Umwege des Herzens” hieß der Film, bei dessen Dreharbeiten sich
die beiden Schauspieler Sonja Kirchberger und Jochen Nickel
ineinander verliebten. Und offensichtlich war der Name auch Programm,
denn Kirchberger steckte zu diesem Zeitpunkt noch in einer anderen
Beziehung. Dass ihre Partnerschaft bereits seit neun Jahren hält,
erfüllt Jochen Nickel mit Stolz: “Das ist in unserer Branche eine
Besonderheit. Wir hätten eigentlich bereits die Silberhochzeit
verdient.”

Samstag, 10. April 2010 (Woche 15)/08.04.2010

22.15 Frank Elstner: Menschen der Woche

Alexander Uhlig
Drei Tage waren sie in den Tiroler Alpen verschollen: Der Pforzheimer
Bürgermeister Alexander Uhlig und seine drei Begleiter. Sie machten
am vergangenen Samstag eine Wanderung auf dem 3600 Meter hohen
Großvenediger. Am Nachmittag schlug das Wetter um, und die erfahrenen
Alpinisten verloren die Orientierung. Sie bauten sich eine
Schneehöhle und kämpften 60 Stunden mit eisigen Temperaturen und
heftigem Wind. Am Dienstagmorgen dann das Happy End: Alexander Uhlig
und seine  Begleiter wurden von einem Polizeihubschrauber entdeckt
und konnten wohlbehalten geborgen werden.

Dirk Bach
Ob als Schauspieler (“Der kleine Mönch”), Moderator (“Ich bin ein
Star – holt mich hier raus!”) oder Komiker (“Lukas”) – Dirk Bach weiß
sein Publikum mit seinem Humor zu begeistern. Gemeinsam mit seinen
Comedy-Kollegen macht er jetzt ernst und startet eine Foto-Kampagne
gegen Tierquälerei. Seit 15 Jahren ist der strenge Vegetarier schon
für die Tierschutzorganisation “Peta” aktiv und macht auf Missstände
aufmerksam. Damals ließ er sich textilfrei fotografieren; sein Motto:
“Lieber nackt als mit Pelz”. Erst kürzlich veröffentlichte Dirk Bach
eine Undercover-Recherche aus einem Hühnermastbetrieb, die ganz
Deutschland aufrüttelte.

Otto Hegnauer
Vor drei Monaten bebte in Haiti die Erde. Dabei kam Otto Hegnauer nur
knapp mit dem Leben davon, seine gesamte Habe wurde in seinem
zusammenbrechenden Haus begraben. Aber das ist nicht die einzige
Katastrophe, die Hegnauer aus eigener Erfahrung kennt: Er hat drei
Flugzeugabstürze überlebt und verschiedene andere Totalcrashs. Anfang
Mai will der Schweizer in seine zweite Heimat Haiti zurückkehren und
seine Freunde und Bekannte suchen, und er muss – wieder einmal in
seinem langen Leben – ganz von vorne anfangen.

Miriam Pielhau
Vor zwei Jahren wurde der Moderatorin die Diagnose Brustkrebs
eröffnet. In ihrem Buch “Fremdkörper” schildert sie den Kampf gegen
die Krankheit. Inzwischen sammelt Deutschlands einstmals jüngste
Chefredakteurin Ideen für ein neues Buch, das diesmal ein Roman
werden soll. Außerdem kehrt sie zu ihren öffentlich-rechtlichen
Wurzeln zurück und moderiert für den RBB. Auch ihre
schauspielerischen Aktivitäten möchte sie wieder aufleben lassen.

Petra Winter
Die deutsche Telekom positioniert sich als Vorreiter und will mehr
Frauen in ihre Führungsspitze holen. Auch die Chefredakteurin der
Zeitschrift Cosmopolitan plädiert für eine Frauenquote in
Unternehmen. Die erfolgreiche Journalistin steht seit fünf Jahren an
der Spitze der erfolgreichen Frauenzeitschrift und wird im September
das erste Mal Mutter.

Freitag, 30. April 2010 (Woche 17)/08.04.2010

00.15 Herrin der Leidenschaft
Besuch bei einer Domina

Sie peitscht, sie demütigt, sie quält – und das erfolgreich:
Herrin Alexandra ist eine Domina. Ihr Studio ist riesig, Vormieter
war das Arbeitsamt. 220 Euro kostet die Stunde bei ihr oder ihren
Mitarbeiterinnen. Die Gäste sind vorwiegend Akademiker, Manager,
Gutverdiener, aber auch Angestellte und Arbeiter mit einem Faible für
SM.
Herrin Alexandra ist als klassische Domina unberührbar. Sex mit ihr
ist tabu. Sie arbeitet in einer Wachstumsbranche: In Deutschland gibt
es 162 gelistete Domina-Studios, in jeder größeren Stadt mehrere.
Nicht eingerechnet die Frauen, die bei sich zu Hause professionell SM
betreiben. Es gibt viele Vorurteile gegen Dominas, die bei uns zum
einschlägigen Gewerbe gezählt werden. Bei ihnen geht es um Macht und
Ohnmacht. Die Frauen sind die Starken, Beherrschenden. Die Kunden
sind die ganz unten, sie wollen es genau so. Einmal ungeschützt klein
sein, einmal nicht funktionieren müssen, Kontrolle und Verantwortung
abgeben – das sind die Hauptmotive der Männer, die zu einer Domina
gehen.
Herrin Alexandra. Diesen Domina-Namen hat sich Marie-Luise vor mehr
als 20 Jahren ausgesucht, denn so lange arbeitet sie schon in diesem
Beruf. Immer war sie selbständig, das ist der inzwischen 44-Jährigen
schon fast existentiell wichtig. Sie akzeptiert nur einen als ihren
Chef und das ist Bruno, ihr Dackel. Für den gibt sie alles, auch ihre
ganze Liebe. Mit ihm und ihrer alten Katze lebt sie allein in ihrer
kleinen Wohnung. Eine Beziehung hat sie nicht, das wäre ihr auf Dauer
zu eng. Und für die Männer in ihrem privaten Leben wurde ihr Beruf
bisher ohnehin irgendwann zum Problem. Die Dokumentation “Die Herrin
der Leidenschaft” zeigt Einblicke in eine Parallelwelt, die bei uns
längst zum Alltag gehört. Und sie beschreibt eine starke Frau, die
über sich selbst sagt, sie habe nie Liebe bekommen.

Sonntag, 2. Mai 2010 (Woche 18)/08.04.2010

Geänderten Beitrag beachten!

17.15 (VPS 17.14)
Länder – Menschen – Abenteuer
Cowboytreck mit nassen Füßen
Durch Brasiliens Pantanal

Freitag, 14. Mai 2010 (Woche 19)/08.04.2010

Geänderten Beitrag beachten!

09.45 (VPS 09.44)
Zwischen Skalpell und Puderquaste
Hinter den Kulissen von “In aller Freundschaft”

Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail:
georg.brandl@swr.de

  

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