Baden-Baden (ots) – Freitag, 1. April 2011 (Woche 13)/31.03.2011
22.00 Nachtcafé
Gäste bei Wieland Backes Schöne neue grüne Welt?
Nach rund sechzig Jahren ist das geschehen, was bis vor kurzem kaum jemand für möglich gehalten hätte: Die CDU geht im Stuttgarter Landtag in die Opposition und ausgerechnet im konservativen Baden-Württemberg stellen die Grünen den ersten Ministerpräsidenten. Viele Bürger sind verunsichert und fürchten, dass nun die Pfründe jahrzehntelanger wertkonservativer Arbeit verschleudert werden und das bisherige Musterländle sich nicht mehr dauerhaft im Erfolg sonnen kann. Sind diese Ängste berechtigt? Kritiker betonen, dass die Proteste zu Stuttgart 21 und die Atomkatastrophe in Japan den Grünen einen Zulauf verschafft haben, der nicht von Dauer ist. Stimmt das, oder zeigt der Aufstieg und der Wandel der Grünen von der linken Außenseiterpartei in die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft eine tiefgreifende Werteverschiebung? Haben die Konservativen die veränderten Lebenswelten und Sichtweisen der Leute, beispielsweise in der Familien- oder der Energiepolitik verschlafen? Setzen die Grünen mittlerweile tatsächlich Maßstäbe? Was denken klassische Mittelständler im Land? Kann Baden-Württemberg weiterhin erfolgreich bleiben? Welche Sorgen und Hoffnungen verbinden die Bürger jetzt mit dem Regierungswechsel? Wieland Backes fragt nach: “Schöne neue grüne Welt?”, unter anderem mit dem künftigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth und dem Exkulturstaatssekretär und langjährigen Zeit-Herausgeber Michael Naumann.
Samstag, 2. April 2011 (Woche 14)/31.03.2011
22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche
Katja Ebstein
Als Sängerin war sie dreimal erfolgreich beim Grand Prix: 1970 belegt sie mit “Wunder gibt es immer wieder” den dritten Platz in Amsterdam, 1971 holt sie in Dublin wieder Bronze mit dem Umweltsong “Diese Welt” und 1980 erreicht sie in Den Haag den zweiten Platz mit “Theater”. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Album. Im literarischen Entertainment heißt ihr aktuelles Programm “Na und … wir leben noch”. Und ansonsten engagiert sie sich für ihre Stiftung und kämpft gegen Kinderarmut und für eine enkeltaugliche Zukunft.
Catherine von Fürstenberg-Dussmann
30 Jahre war sie die schöne Frau an der Seite des Unternehmers Peter Dussmann. Von einem Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben komplett. Als ihr Mann vor zwei Jahren einen Schlaganfall erleidet und zum Pflegefall wird, übernimmt die Hausfrau den Milliardenkonzern mit 54.000 Mitarbeitern. Aber Catherine von Fürstenberg-Dussmann will nicht die unantastbare Firmenchefin sein. Sie möchte das Arbeitsleben ihrer Angestellten besser kennenlernen und arbeitet verkleidet als Putzfrau und Küchenhilfe im eigenen Unternehmen.
Sandra Maischberger
Die ARD-Talkmasterin spricht über ihre Karriere, ihr “Hausenfrauendasein” und warum sie glaubt, doch noch ein bisschen die Welt verbessern zu können.
Gert Rosenthal
Am 2. April wäre “Hänschen” Rosenthal 87 Jahre alt geworden. Sein Sohn spricht über Leben und Wirken seines Vaters – und wie der noch posthum viel Gutes tut.
Uwe Bork
“Erst haut der geliebte Kater ab und dann ziehen auch noch die Kinder aus. Bittersüß sind die Gefühle und durchaus merkwürdig die Situationen, in die man als Vater nun plötzlich gerät.” Uwe Bork erzählt in seinem Buch “Endlich Platz im Nest: Wenn Eltern flügge werden” über die Gefühle, die Eltern umtreiben, wie sie den Spaß aneinander wieder entdecken können und dass man die Flinte nicht ins Korn werfen muss.
Sonntag, 3. April 2011 (Woche 14)/31.03.2011
16.00 startklar – das automagazin
Gewagt – VW lässt den Jetta wieder aufleben Riskant – Verkehrssünder machen in Tschechien den Führerschein Heikel – Freunden mal eben das Auto ausleihen
Dienstag, 5. April 2011 (Woche 14)/31.03.2011
22.00 Fahr mal hin
Unterwegs auf Krimispuren Mord(s)geschichte in Metz
Korrekte Schreibweise der Autorin beachten!
Bloß keine Geschichte! Und nicht schon wieder die Römer! Todsterbenslangweilig!?
Nicht in den Krimis von Maria W. Peter. Sie hat aus ihrer Leidenschaft für die Römer eine echte Erfolgsstory gemacht. Die clevere Sklavin Invita ist die Hauptperson ihrer Kriminalromane – sozusagen eine Miss Marple der Römerzeit. Band 1 und 2 spielten in Trier und dem Saarland, der neueste Band 3 dagegen führt ins lothringische Metz.
Also macht “Fahr mal hin” sich auf, die lebendige Altstadt von Metz mit ihren vielen gemütlichen Cafés und Restaurants, schicken Boutiquen, herrlichen Plätzen und winkeligen Gassen einmal mit ganz anderen Augen zu erkunden. Sozusagen mit vom kriminalistischen Spürsinn geschärftem Blick, neue Metzer Entdeckungen zu machen. Schauplätze sind natürlich auch die berühmte Kathedrale und der geheimnisvolle Altstadthügel gleich nebenan. Die Spuren führen hier in den fast schon legendären Jazzkeller des Trinitarierklosters – der Treffpunkt für die Metzer Jugend und Musikfans, die von weither anreisen. Nichtsahnend welche Mord(s)geschichten sich hier schon abgespielt haben. Und wer von den vielen Besuchern, die aus ganz Deutschland oder Frankreich kommen, um etwa das neue “Centre Pompidou” zu sehen, wer von ihnen ahnt bei seiner Ankunft am prächtigen Metzer Bahnhof, dass er sich auf seinem Weg zum angesagten Kunstmekka gleichzeitig auf dem Terrain des römischen Amphitheaters befindet? Natürlich war hier auch schon Sklavin Invita zur Lösung ihrer Metzer Mordgeschichte unterwegs.
Mittwoch, 6. April 2011 (Woche 14)/31.03.2011
01.00 (VPS 00.59) Leben live Brücken aus Budapest
Norbert Finke sitzt im Wartezimmer der Budapester Zahnklinik und starrt auf den Kostenvoranschlag: Jetzt muss er sich entscheiden! Sieben Zähne sollen gezogen und durch zwei Brücken ersetzt werden – das Ganze für 1200 Euro. “In Deutschland sollte ich über 3000 Euro bezahlen, deshalb hab ich mich ja ins Flugzeug gesetzt! Aber dass es so schnell geht, habe ich nicht gedacht!”, wundert sich Finke.
Zahnersatz aus Ungarn scheint für Patienten aus Deutschland inzwischen zur billigen Alternative geworden zu sein. Der clevere Rentner Hermann Dedering aus Bielefeld hat die Marktlücke erkannt. Früher hat er mit Kegelbahnen gehandelt, jetzt vermittelt er deutsche Patienten an ungarische Kliniken. Er sucht preiswerte Unterkünfte für seine Kunden: “Viele der Deutschen, die ich nach Budapest bringe, müssen jeden Euro umdrehen – die brauchen keinen Swimmingpool, sondern einfach nur ein preiswertes Bett!”
Von jedem Patienten kassiert Dedering fünf Prozent der eingesparten Kosten – als Vermittlungsgebühr. “Leben live”-Reporter Jörg Laaks hat den findigen Rentner und seine Kunden auf ihrer Tour durch ungarische Hotels und Zahnkliniken begleitet. Ein kleines Abenteuer für die Patienten, denen innerhalb von einer Woche neue Brücken angepasst wurden. Aber Dedering ist davon überzeugt, dass der Menschenstrom von Deutschland nach Budapest nicht abreißen wird. “Immer weniger Patienten”, sagt er, “haben Lust, ihrem deutschen Zahnarzt den Porsche zu bezahlen.”
Mittwoch, 6. April 2011 (Woche 14)/31.03.2011
01.30 (VPS 01.29) Leben live Blondinen bevorzugt – Die Blondexperten
Blond fällt auf. Blond das steht für Jugend, Reinheit, Schönheit. Und keine andere Haarfarbe wird so oft gefärbt oder getönt wie Blond. Doch aus dieser Tatsache gleich einen Friseursalon nur für Blonde zu machen, ist ein großes Wagnis. Giovanna Ursida und Tom Frietsch, Friseure aus Stuttgart, kündigen ihren Angestelltenjob und setzten alles auf eine Karte. Ihr Know-How und Farbgefühl soll den Erfolg bringen, denn Blond ist nicht nur eine legendäre, sondern auch eine äußerst schwierige Farbe. Die richtige Nuance zu finden, ist eine echte Kunst. Die Haarfarbe zu verpfuschen und Tränen der Verzweiflung in die Augen der Kundinnen zu treiben dagegen, geht schneller, als den beiden lieb sein kann. Und sich nur auf einen Kundenstamm zu spezialisieren? Das kann auch leicht schiefgehen. Die Reportage von Daniel Richter begleitet Giovanna und Tom auf ihrem steinigen Weg in die Selbstständigkeit. “Leben live”-Reporter Daniel Richter hat dabei äußerst sensible Kunden getroffen, die ganz spezielle Ansichten und Vorstellungen über ihr Blondhaar entwickelt haben.
Donnerstag, 28. April 2011 (Woche 17)/31.03.2011
00.15 (VPS 00.14) Magie der Krone – Das Schicksal Großbritanniens
Nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana im Sommer 1997 herrschte Aufruhr im britischen Blätterwald. Prinz Charles, jahrelang von der Presse als “caring Prince” hofiert, der Prinz, der sich kümmert, wurde plötzlich verdächtigt, seinen Söhnen ein schlechter Vater zu sein. Man machte ihn indirekt für den Tod Dianas verantwortlich. Hätte er sich nicht scheiden lassen, so wurde argumentiert, hätte es keine Affaire mit Dodi Al Fayed gegeben, also auch keinen Unfall in einem Pariser Tunnel. So einen wollte man nicht mehr als König. Kommentatoren plädierten dafür, statt Charles William als Thronfolger nachrücken zu lassen. Einige gingen so weit, das Ende der Monarchie zu fordern: Königin Elisabeth II. sollte zugleich Elisabeth die Letzte sein.Heute, 13 Jahre später, hat sich der Sturm gelegt. Nicht, dass “die Königin der Herzen” vergessen wäre. Aber selbst die Tatsache, dass der Prince of Wales seit 2005 mit seiner langjährigen Freundin Camilla verheiratet ist, haben ihm die Briten nachgesehen. Prinz William hat erklärt, dass er nie bereit sein werde, den Vater in der Thronfolge quasi zu überspringen.
Die Königin, mittlerweile Mitte Achtzig, und der Herzog von Edinburgh, Ende Achtzig, absolvieren Jahr für Jahr so viele Pflichten, als ob sie 60 wären. Insofern scheint sich das Haus Windsor nach Jahren der Unruhe wieder in einer guten Verfassung zu befinden.Aber es bleiben Fragen. Was spricht eigentlich dagegen, dass eine Königin nicht auch in Rente geht, wenn die Masse ihrer “Untertanen” das bereits mit 60 tut? Und welche Akzente wird ein Charles III. setzen? Wird er sich als König politisch einmischen, wie er das heute macht? Ein Teil der Briten wünscht sich einen politisch engagierten Nachfolger der Queen. Andere warnen vor einer möglichen Konfrontation von Krone und Regierung. Und wird Charles noch immer die Nachfolge anstreben, wenn die Königin so alt wird wie ihre Mutter, Queen Mum, die 101 wurde? Charles wäre dann 79…
Rolf Seelmann-Eggebert und Ingo Zamperoni versuchen, in ihrer Dokumentation alle diese Fragen zu beantworten. Eins steht jedenfalls fest: Am 29.04.2011 heiratet Prinz William seine langjährige Freundin Kate Middleton!
Donnerstag, 28. April 2011 (Woche 17)/31.03.2011
00.55 Diana – Königin der Herzen
Er gehört zu jenen Tagen, an die sich die meisten Menschen auch Jahre später noch erinnern: Sonntag, der 31. August 1997. In den frühen Morgenstunden stirbt in Paris Prinzessin Diana an den Folgen eines Autounfalls. Bis zu diesem Augenblick hat die britische Öffentlichkeit die glücklichen und die weniger glücklichen Jahre der Prinzessin als eine Angelegenheit wahrgenommen, die überwiegend Charles und Diana betraf. Mit dem Unfalltod wird sie zur Staatsaffaire.
Die Königin bleibt im Urlaub in Balmoral statt nach London zurückzukehren. Auf dem Buckingham Palast steht keine Fahne auf Halbmast. Der Trauergottesdienst soll in Windsor stattfinden. Aber die Bevölkerung murrt. Und am Donnerstag, vier Tage nach dem Unfall, gibt es kaum eine Zeitung in Grossbritannien, die nicht heftige Kritik an der Queen und ihren Beratern übt. Die Frau, der man 45 Jahre nachgerühmt hat, sie sei ohne Fehl und Tadel, muss plötzlich erkennen, dass sie die Situation falsch eingeschätzt hat.
Bis auf den heutigen Tag gibt der Tod Dianas Rätsel auf. War es wirklich nur ein Unfall ? Warum hat die ganze Welt damals getrauert? Wie hat die “Königin der Herzen” das Haus Windsor verändert? Was bleibt von Ihr?
Das sind einige der Fragen, die die Dokumentation beantworten will. Autor ist Rolf Seelmann-Eggebert, der Korrespondent in London war, als Charles und Diana sich verlobten, der die Hochzeit 1981 übertragen hat und für die ARD berichtete, als die Prinzessin 1997 beigesetzt wurde.
Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de
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