Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu den Aufräumarbeiten in Fukushima



Stuttgart (ots) – Ist das eine gute Nachricht? Fast zwei Monate nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben sich zwölf Arbeiter in Schutzanzügen erstmals wieder in das nach wie vor hoch radioaktiv verstrahlte Gebäude des Reaktors vorgewagt. Länger als 40 Minuten dürfen sie sich wegen der hohen Strahlendosis dort nicht aufhalten. Dennoch ist es ein Anfang – ein Anfang, allmählich wieder Herr der Lage zu werden. Ja, das ist eine gute Nachricht. Aber sie beruhigt nicht. Noch immer gibt es keine Lösung, das hoch radioaktive Wasser zügig aus dem Reaktorkern abzupumpen. Noch immer erschüttern neue Nachbeben die Gegend. Gute Nachrichten vom Katastrophenreaktor werden deshalb auch in den kommenden Monaten stets Meldungen sein, die nachdenklich stimmen. Weil es noch zu früh ist, um sich über gute Nachrichten aus Fukushima freuen zu können.

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Stuttgarter Nachrichten
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Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
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