Köln (ots) – Knappe Budgets und Sparzwang kennzeichnen den deutschen Krankenhausmarkt. Gleichwohl schöpfen die Kliniken noch längst nicht alle Möglichkeiten aus, um ihre Kosten zu senken, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung zu beeinträchtigen. Dies ergab eine Studie der Unternehmensberatung Inverto bei knapp 100 Einkaufsleitern und Geschäftführern deutscher Krankenhäuser Ende des Jahres 2009. 88 Prozent der Befragten sehen den Einkauf als wesentlichen Hebel zur weiteren Ertragssteigerung. Die Studie zeigt aber auch die Hürden, die Kliniken noch nehmen müssen: Zu späte Einbindung der Beschaffungsmanager, eine ausbaufähige Standardisierung und Transparenz im Einkaufprozess einschließlich der Arzneimittel sowie die konsequentere Nutzung von Vorteilen in Einkaufsgemeinschaften.
Aber auch mehr Rückendeckung der gesamten Klinikleitung und eine bessere kaufmännische Qualifikation der Einkäufer stehen auf der Agenda. “Beim professionellen Einkauf im Krankenhaus geht es um mehr als das Aushandeln günstiger Preise und Konditionen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette kann der Einkauf einen Beitrag zur Ergebnisverbesserung von bis zu dreizehn Prozent leisten”, so Christoph Joel, Inverto-Partner und Leiter des Excellence Centers Health Care. “Dazu zählt auch die Verbrauchssteuerung und die Schnittstelle zur Patientenabrechnung”, ergänzt Inverto-Principal und Health Care Spezialist Christian Stiasni.
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