Hamburg (ots) – Die Debatte um die Amtsführung von Außenminister
Gudio Westerwelle (FDP) hat wenig Auswirkungen auf die Zustimmung der
Deutschen zu den politischen Parteien. Im stern-RTL-Wahltrend kommt
die FDP wie in der Vorwoche auf 8 Prozent. Sie liegt damit aber
weiter deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor knapp
einem halben Jahr. Damals holte sie 14,6 Prozent. Die Union gewinnt
einen Punkt und steigt auf 34 Prozent. Die Opposition kann von der
Westerwelle-Diskussion nicht profitieren: Die SPD stagniert bei 23
Prozent. Die Linke fällt um einen Punkt auf 11 Prozent. Die Grünen
erreichen zum vierten Mal in Folge 16 Prozent. Für “sonstige
Parteien” würden 8 Prozent der Deutschen stimmen.
Mit zusammen 50 Prozent haben die drei Oppositionsparteien einen
Vorsprung von 8 Punkten vor dem Regierungslager (zusammen 42
Prozent).
Dass die SPD auch unter ihrer neuen Führung und trotz der großen
Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung nicht über das
Ergebnis bei der jüngsten Bundestagswahl hinauskommt, erklärte
Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber dem stern damit, dass sich die
zehn Millionen ehemaligen SPD-Wähler allmählich daran gewöhnten, dass
sie auch ohne die SPD, ihre alte politische Heimat, leben können.
Güllner: “Die Partei benötigt jetzt einen langen Atem, um das
verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. SPD-Chef Gabriel darf sich
nicht an kurzfristigen Zielen orientieren. Er muss ein Aufbauprogramm
entwickeln, das über die Wahlen hinausweist.”
Auch persönlich braucht Gabriel Geduld. Gefragt, wen sie direkt
zum Kanzler wählen würden, stimmten in der stern-Umfrage nur 21
Prozent der Befragten für den SPD-Chef, aber 57 Prozent für
Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU).
Datenbasis: 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 8.
bis 12. März 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5
Prozentpunkte. Institut: Forsa, Berlin; Auftraggeber: stern und RTL,
Quelle: stern-RTL-Wahltrend
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