Spektakulärer Kirchdachflug kein zufälliger Unfall? / "auto mobil" analysiert am 28. März um 17.00 Uhr Verkehrsunfall in Limbach-Oberfrohna



Köln (ots) – Am 25. Januar 2009 sorgte ein Verkehrsunfall im
sächsischen Limbach-Oberfrohna weltweit für Aufsehen: Ein 23-jähriger
Autofahrer fliegt mit seinem Fahrzeug in das Dach einer Pfarrkirche.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, warum Experten auch einen
Suizidversuch für möglich halten und 3D-Animationen des
Unfallhergangs, zeigt VOX am 28. März um 17.00 Uhr in der
“Unfallakte” bei “auto mobil”.

Für die Einsatzkräfte vor Ort ist der Kirchdachflug des PKW
zunächst rätselhaft. Inzwischen ist der Unfallhergang weitestgehend
aufgeklärt: Eine vereiste Böschung, auf die das Fahrzeug zuvor
getroffen ist,  ist für das Abheben verantwortlich. Der 35 Meter
lange Flug erklärt sich durch die viel zu hohe Geschwindigkeit des
Autofahrers. “Wir konnten eine Annäherungsgeschwindigkeit ermitteln,
die zwischen 129 und 150 km/h gelegen haben muss. Infolge des
Tempoverlustes durch das Durchbrechen eines Fußgängerschutzes dürfte
die eigentliche Abfluggeschwindigkeit zwischen 114 und 125 km/h
gelegen haben”, rechnet Sachverständiger Viktor Ammer bei “auto
mobil” vor.  Exakt dieses Tempo ist laut Ammer auch dafür
verantwortlich, dass der Wagen im Dach hängen blieb und nicht  auf
den Boden stürzte, was extreme Verletzungen des  Fahrers nach sich
gezogen hätte. Auch darüber hinaus hatte der Fahrer Glück im Unglück,
denn das ausgelaufene Benzin hätte auch den Dachstuhl der Kirche
entzünden können.
Bis heute verweigert der Autofahrer, der zum Unfallzeitpunkt 0,4
Promille Alkohol im Blut hatte, gegenüber den Ermittlungsbehörden
jede Aussage. Und so genau sich die Details des Unfalls inzwischen
auch darstellen lassen – es bleibt die Frage, ob der 23-Jährige den
Unfall absichtlich herbeigeführt hat. “Wir konnten am Unfallort keine
spurenrelevanten Dinge feststellen. Es gab keine Brems- oder
Blockierspuren, wo man hätte sagen können, dass der Fahrzeugführer
versucht hat, den Unfall zu verhindern. Es konnte also festgestellt
werden, dass der 23-Jährige möglicherweise bewusst geradeaus gefahren
ist, weil er in der Unfallörtlichkeit ja nur nach links oder rechts
hätte abbiegen können”, erklärt Thomas Knabe von der Polizeidirektion
Chemnitz-Erzgebirge. Außerdem gibt es laut Knabe “keine plausible
Antwort darauf, warum der junge Mann zum Unfallzeitpunkt mit einem
derart hohen Tempo unterwegs war”. Für den 23-Jährigen endet die
Unfallfahrt im Mai 2009 mit einem Strafbefehl.

Pressekontakt:
Bei Rückfragen: VOX Kommunikation und Presse, Julia Kikillis, Tel.:
0221/9534-6208
Bei Fotowünschen: VOX Bildredaktion, Lotte Lilholt, Tel.:
0221/9534-358  

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