Ottobrunn bei München (ots) – 13. April 2010 – Wie die
Software-Initiative Deutschland in ihrer Studie* “Die Last mit der
Lizenzierung” festgestellt hat, haben viele deutsche Unternehmen
Unmengen an Programmen auf den PCs ihrer Angestellten installiert,
die weder benötigt noch genutzt werden. “Zurzeit wird viel über
mögliche Einsparpotenziale geredet und über komplizierte Modelle zu
deren Realisierung nachgedacht. Auf der anderen Seite wird dann aber
eine Menge Geld für Softwarelizenzen ausgegeben, obwohl die Programme
niemand braucht”, kommentiert Jens Orhanovic, der den Vorsitz über
das Deutsche Forum für Softwarelizenzierung in der Initiative
bekleidet und die Studie initiiert hat. “Dabei sollte doch jeder
wissen, dass auch nicht benötigte Lizenzen bezahlt werden müssen und
dabei keinerlei Ertrag bringen.”
Von den hundert befragten Fach- und Führungskräften aus der
IT-Branche glauben 42 Prozent, dass zwanzig bis dreißig Prozent der
installierten Programme ungenutzt auf den Rechnern schlummern,
weitere 36 Prozent gehen noch weiter und sprechen von dreißig bis
vierzig Prozent und ein Fünftel geht sogar davon aus, dass “rund die
Hälfte” der Softwareprogramme keinerlei Verwendung finden. “Der
wirtschaftliche Schaden ist immens und wächst natürlich noch mit der
Anzahl der Mitarbeiter”, so Jens Orhanovic weiter, der aufgrund
seiner Haupttätigkeit als Geschäftsführer der LIS.TEC GmbH einen sehr
guten Einblick in zahlreiche Kundensysteme hat und sich täglich auch
mit Lizenzierungsfragen beschäftigt.
Wie die Software-Initiative Deutschland berichtete, gehen Experten
davon aus, dass sich der Schaden für die deutsche Wirtschaft in
diesem Jahr aufgrund von Falschlizenzierungen auf bis zu zwanzig bis
dreißig Milliarden Euro belaufen wird.
Das Ergebnis im Einzelnen:
Frage: Thema Überlizenzierung: Wie viel Prozent aller in deutschen
Unternehmen installierten Programme werden Ihrer Meinung nach nicht
benötigt?
1. Zwanzig bis dreißig Prozent (42 Prozent der Befragten)
2. Dreißig bis vierzig Prozent (36 Prozent der Befragten)
3. Rund die Hälfte (20 Prozent der Befragten)
4. Zehn bis zwanzig Prozent (2 Prozent der Befragten)
5. Etwa zwei Drittel (0 Prozent)
* Für die Studie wurden 100 Fach- und Führungskräften aus der
IT-Branche befragt. Die Studie erhebt keinen Anspruch auf
Repräsentativität. Sie spiegelt eine Grundstimmung in der IT-Branche
wider und lässt daher Rückschlüsse auf bestimmte Entwicklungen und
Tendenzen zu.
© Software-Initiative Deutschland e.V., 2010
Die Software-Initiative Deutschland e.V. (SID) wurde als IT- und
Softwareverband gegründet, um auf die wachsende Bedeutung von
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werden die Investitionen der Verbraucher, der Wirtschaft und der
öffentlichen Hand in Computersoftware geschätzt. Die SID setzt sich
für die konsequente Fortentwicklung von Bestandssoftware auf modernen
Plattformen und insbesondere dem Internet ein, um Investitionsschutz
und Modernisierung im Dienst der Wirtschaft zu erreichen. Sie
versteht sich einerseits als Diskussionsforum der Fachleute und
andererseits als Aufklärungsinstanz, um die Verbraucher über den
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