Ulm (ots) – Schweinegrippe sollte sie nicht heißen, mahnen
Fachleute. Bei allem Verständnis für das Bemühen, dem Schwein keinen
Imageschaden zuzufügen, ist allerdings auch der Alternativ-Vorschlag
“Mexiko-Grippe” für das bisher am stärksten betroffene Land alles
andere als schmeichelhaft.
Doch es droht eine Pandemie und das Wie-auch-immer-Virus wirkt
sofort. Seuchenartig greifen in Deutschland Panik und Hysterie um
sich, noch ehe es einen einzigen Infizierten gibt. Vom Verzehr rohen
Fleisches wird abgeraten (hilft im Zweifel gegen alles), von nicht
unbedingt notwendigen Reisen nach Mexiko sowieso und empfindlichere
Naturen werden Flughäfen in den kommenden Tagen ganz meiden,
zumindest aber nur mit Mundschutz und Überschuhen betreten.
Nur kurz zur Erinnerung: An der “gewöhnlichen” Grippe sterben
hierzulande 250 000 bis 500 000 Menschen im Jahr, ohne dass Aufhebens
darum gemacht würde. Doch als sich 2006 in einigen Regionen der Welt
die Vogelgrippe ausbreitete, wurden in deutschen Landen die letzten
freilaufenden Hühner, Enten und Katzen kaserniert und notorische
Pessimisten unkten vom nahenden Ende der Menschheit. Dabei hatte die
sich gerade wider Erwarten und mit überschaubarer Opferzahl vom
BSE-Schock erholt.
Bei aller Notwendigkeit von Vorsicht und Vorsorge: Die Skeptiker
sollten die Kirche im Dorf lassen und statt nichts nutzender
Panikmache als ganz konkrete, persönlich leicht umsetzbare Vorsorge
den nächsten Billigflug in ein exotisches Land mal durch Ferien an
der Nordsee oder Wandern im Allgäu ersetzen. Hält gesund und fit und
mindert das Ansteckungsrisiko deutlich.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
No Comments on "Südwest Presse: Kommentar zur Schweinegrippe"