München (ots) – Nach Badezimmer-Sturz und doppeltem Zahnverlust zeigt Rockstar Steven Tyler seinen Fans wieder ein makelloses Gebiss – weil er im Eiltempo Zahnimplantate erhielt. Doch Blitz-Operationen wie die beim “Aerosmith”-Sänger praktizierte sind mit Vorsicht zu genießen, warnen Fachleute.
“Jede Implantation braucht eine profunde Vorbereitung”, sagt der Düsseldorfer Kieferchirurg und Implantologe Dr. Martin Bonsmann. Dazu gehörten neben einer Diagnose der Gegebenheiten im Mundraum auch detaillierte Kenntnisse der Gesundheit des Patienten insgesamt. Manche Patienten glaubten, nach einem Schnelleingriff ihre neuen Zähne gleich voll belasten können, so Bonsmann. Dies sei ein möglicherweise fataler Irrtum.
“Dass Schnellimplantate tatsächlich stabil und lange im Kieferkochen verankert bleiben, ist keineswegs automatisch gewährleistet”, weiß Bonsmann, der Mitglied in der Vereinigung European Centers for Dental Implantology (ECDI) ist. Darin sind 17 Zentren aus Deutschland sowie weitere Zentren in Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Die Implantate, die meist aus Titan bestehen, müssten nach dem Eingriff erst fest mit dem Knochengewebe im Kiefer verwachsen, ehe der Patient mit seinen auf diesen künstlichen Zahnwurzeln befestigten “Dritten Zähnen” kräftig zubeißen könne.
“Außerdem besteht die Gefahr, dass SchnellImplantate nicht richtig einheilen,” berichtet Implantologie-Fachmann Bonsmann: “Dies sollten vor allem Raucher beachten.” Denn Nikotingenuss vermindere die Durchblutung der Schleimhäute und der Kieferkochen – die schönen neuen Zähne können plötzlich locker werden oder ausfallen.
Mehr Informationen zu Zahnimplantaten: www.zahnimplantate.com
Über ECDI: Unter dem Dach der European Centers for Dental Implantology (ECDI) sind 17 Zentren in Deutschland zusammengeschlossen. Zentren in Österreich und der Schweiz kommen hinzu. Die ECDI stehen für höchste und vor allem für eine geprüfte und transparente Qualität in der Zahn-Implantologie. Ihre Ärzte müssen seit mindestens 15 Jahren implantologisch tätig sein und mindestens 3.000 Implantate gesetzt haben. Die Leistungszahlen der Zentren werden jährlich überprüft und veröffentlicht. Die Zentren sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlich gesicherten Therapie verpflichtet.
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