Saarbrücken (ots) – Der scheidende Wehrbeauftragte des
Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), hat seine Kritik an der mangelnden
Ausbildung und Ausrüstung von Soldaten im Auslandseinsatz bekräftigt.
Robbe sagte der “Saarbrücker Zeitung” (Mittwochausgabe): “Aus den
Einsatzgebieten erreichen mich häufig Beschwerden. Zuletzt waren es
etwa 600, bei denen es um Ausstattungs- oder Ausbildungsmängel geht.”
Es sei “absolut nicht zu akzeptieren”, wenn Ausbildung erst im
Einsatz erfolge, betonte Robbe. Er habe den Eindruck, “dass die
Realitäten wie jetzt in Kundus zu wenig von der militärischen Führung
wahrgenommen werden”.
Zugleich wandte sich Robbe gegen eine gesonderte Untersuchung des
Gefechts nahe Kundus, bei dem drei deutsche Soldaten am Karfreitag
starben. “Die Überprüfung und die Nacharbeitung eines so schlimmen
Vorfalls erfolgt automatisch durch alle zuständigen Stellen der
Bundeswehr”, so Robbe. “Und auch vom Wehrbeauftragten.”
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