Saarbrücken (ots) – Kinder und Jugendliche aus Hartz IV-Familien,
die in den Ferien arbeiten und Geld verdienen, werden auch künftig
weithin leer ausgehen. Wie die “Saarbrücker Zeitung” (Samstag)
berichtet, plant die Bundesregierung keine zügige Gesetzesänderung,
damit schon ab den Sommerferien der Lohn der Kinder nicht mehr auf
das Familieneinkommen angerechnet wird. Dies bestätigte eine
Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der Zeitung.
Demnach werde erst Ende März eine Kommission gegründet, die sich
mit der Neubemessung der Zuverdienstmöglichkeiten von Beziehern des
Arbeitslosengeldes II befasst. Das Gremium soll auch das Thema
Ferienjobs behandeln.
Laut Zeitung wird dies dann die dritte Arbeitsmarkt-Kommission
sein: Seit dem Karlsruher Verfassungsgerichtsurteil im Februar wird
auf Arbeitsebene im Ministerium von Ursula von der Leyen (CDU) über
die künftige Höhe der Regelsätze für Erwachsene und Kinder beraten.
Außerdem beschäftigt sich eine weitere Kommission mit der Reform der
Jobcenter.
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