Saarbrücker Zeitung: Goldmedaillen-Gewinnerin Bentele kritisiert Prämienverteilung



Saarbrücken (ots) – Nach dem Präsidenten des Deutschen
Behindertensportverbandes (DBS), Julius Beucher, hat nun auch
Deutschlands erste Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics in
Vancouver, die Skilangläuferin und Biathletin Verena Bentele (28),
die Ungleichbehandlung bei den Prämienzahlungen für Medaillengewinner
kritisiert. Im Vergleich zu Olympiasiegern sei man bei der Verteilung
“extrem benachteiligt”, sagte Bentele der “Saarbrücker Zeitung”
(Dienstagausgabe).

  ”Wir wissen, dass wir nicht so im Blickpunkt stehen. Aber unser
Training ist ebenso anspruchsvoll und unsere Leistung ist genauso
hoch zu bewerten wie bei nicht behinderten Sportlern”, betonte die
Medaillengewinnerin. Sie kritisierte, dass ein Olympiasieger von der
Deutschen Sporthilfe 15400 Euro erhalte, ein Sieger bei den
Paralympics aber nur 4500 Euro. “Ich freue mich auch über 4500 Euro”,
so Bentele. Aber “wir wollen gleich behandelt werden, ebenso wie alle
behinderten Menschen in der Gesellschaft Anspruch auf
Gleichbehandlung haben. Gleiche Prämien wären dafür ein gutes
Symbol.”

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230  

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