Heidelberg (ots) – “Sigi Pop” ist zum Parteivorsitzenden
aufgestiegen. Eine atemberaubende Karriere. Und er hat bis zu seiner
Wahl in Dresden alles richtig gemacht. Dass er bald als “Sigi Flop”
landen wird, wie erste Umfragen nahelegen könnten, ist nicht zu
erwarten. Aber das Amt, das in 15 Jahren zehn rasende Wechsel gesehen
hat, ist inzwischen ähnlich ramponiert wie die Partei selbst. Gabriel
hat eine sehr lange Strecke vor sich. Und die SPD sitzt heute in der
öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr in der ersten Reihe. Dort ist sie
allerdings auch dem Druck ihrer Konkurrenz von Linksaußen nicht mehr
so stark ausgesetzt – zumal abgewartet werden muss, ob Oskar
Lafontaine tatsächlich ins politische Geschäft zurückkehrt. Denn
davon hängt für den weiteren Erfolg der Linkspartei im Westen alles
ab. Offen, aber noch nicht spruchreif ist zudem, wie sich die
Gewichte zwischen Gabriel und Steinmeier einpendeln werden. Denn dass
Gabriel 2013 als “Sigi Top” antreten möchte, entspräche seinem
Naturell. Aber davor steht die Kärrnerarbeit. Kann er die auch?
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Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
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