RNZ: Leisetreterei – Kommentar zu Merkel in China



Heidelberg (ots) – Natürlich kann die Kanzlerin nicht mit dem Holzhammer Diplomatie betreiben. Aber diese Form der Leisetreterei ist doch beschämend. Steffen Seibert twittert fröhlich weiter, wen die Kanzlerin so alles trifft. Die abgesagten Gespräche (…) erwähnt das Kanzleramt nicht einmal, von einem Ausdruck des Bedauerns oder gar des Protestes ganz zu schweigen. Gegenüber schwächeren Gastgebern wäre es undenkbar, sich derart diktieren zu lassen, wen ein deutscher Regierungsvertreter treffen darf und wen nicht. Doch in Peking treffen europäische Schuldenprobleme auf die größte Währungsreserve der Welt. Die Regierung von 82 Millionen Menschen auf die einer guten Milliarde. Der Inhaber eines mühsam erstrittenen temporären Sitzes im Sicherheitsrat auf die lächelnde Vetomacht in Sachen Iran oder Syrien. Nie ist so deutlich geworden, als was Angela Merkel in China unterwegs ist: als Bittstellerin. Die Führung in Peking hat sie das deutlich spüren lassen.

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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