Heidelberg (ots) – Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in
Deutschland diente vorrangig einem Ziel: Dem Besuch des
Konzentrationslagers in Buchenwald. Denn die Gedenkstätte stellt das
perfekte Bindeglied zwischen Obamas Stationen in Kairo und Frankreich
dar. Sie leitet einerseits über zum Erinnern an die Landung der
Alliierten in der Normandie. Der Besuch ist aber zugleich ein
wichtiges Zeichen für die Gegenwart. Obama signalisiert damit Israel
- und den jüdischen Wählern in den USA – dass er weiterhin fest an
der Seite des amerikanischen Verbündeten im Nahen Osten steht und
dessen Sicherheit garantiert. Eine Sicherheit, die für die Israelis
auch deshalb so wichtig ist, weil sie diese in der leidvollen
jüdischen Geschichte allzu oft vermisst haben.
Nicht zuletzt richtet sich Obamas Besuch in Buchenwald auch an die
muslimische Welt. Schon in seiner Rede in Kairo hat er Versuche zur
Leugnung des Holocaust ausdrücklich zurückgewiesen. “Die
Menschlichkleit des anderen anzuerkennen” forderte der US-Präsident
in der ägyptischen Hauptstadt – und hat dies mit den Bildern aus dem
Konzentrationslager eindrucksvoll untermauert. Angesichts dieser
Botschaft ist es müßig, die Stunden zu zählen, die Obama hier
verbracht hat – denn mit Deutschland hatte sein Besuch nur am Rande
zu tun.
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
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