Düsseldorf (ots) – Im Jahr Eins nach der der Duisburger Loveparade-Katastrophe muss die größte Kirmes am Rhein ohne ein besonderes Highlight auskommen. Das Partyzelt der traditionellen Düsseldorfer Hausbrauerei im Füchschen, das zuletzt 90.000 Gäste angezogen hatte, wird nicht mehr dabei sein.
Showelemente mit Musik, Travestie, Choreographien, Top-DJs mit faszinierendem Sound, aufwendige Lightshows und LED-Wände machten aus dem Altbierzelt einen frechen angesagten Szene-Event mit Kultcharakter, der vor allem junges Publikum anzog, das normalerweise kaum den Weg zur Kirmes gefunden hätte.
Hauptgrund für die jetzige Absage ist die Auflage, dieses Jahr den Personeneinlass peinlich genau zu kontrollieren. Strenge Kontrollen durch die Sicherheitskräfte sind angekündigt worden. Menschenansammlungen vor dem Einlass sollen durch Sicherheitskräfte abgeschirmt und aufgelöst werden.
“Die Menschen kennen unser Füchschen-Zelt aber als eine offene Veranstaltung. Viele nehmen sich Urlaub, kommen mit ihrer Familie, mit Freunden. Jetzt würden Hunderte von Menschen frustriert im Besucherstrom vor unserem Zelt auf Einlaß warten. Wenn jeder einzelne Besucher gezählt wird, wird der Einlass-Punkt zum Flaschenhals. Eine nicht beherrschbare Situation vor dem Zelt würde entstehen.”, so Brauerei-Inhaber Peter König.
Um das zwangsläufige Gedränge zu vermeiden, seien dann zwar öffentliche Sicherheitskräfte verantwortlich, “aber unsere Besucher würden es doch auf uns beziehen, wenn man sie abschirmen und an unserem Zelt vorbeiführen würde. Das wäre dann nicht mehr unsere Veranstaltung. Ich will nicht verantworten, dass Tumult und Ärger in Verbindung mit dem Füchschen gebracht werden und ein Negativ-Image entsteht. Unsere Gäste sollen unseren Partytempel so in Erinnerung behalten, wie er war.”
Überdies gebe es bis heute keine Planungssicherheit. Wichtige Beauftragungen und Buchungen von Künstlern und Personal für die aufwendige Show hätten längst erfolgen müssen. Die Zeit für eine solide Umsetzung sei abgelaufen. Mit einem neuen Sicherheitskonzept wolle die Brauerei aber 2012 wieder dabei sein.
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Ulrich Rudat
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