Düsseldorf (ots) – In der Affäre um Beraterverträge der Sparkasse
Köln-Bonn hat Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) die
Existenz weiterer dubioser Verträge bestätigt. “Die Fälle, die jetzt
noch untersucht werden müssen, beziehen sich auf Beraterverträge im
Zusammenhang mit dem Ausbau des Medienstandorts Köln-Ossendorf. Da
geht es um gut gestellte Geschäftsführer, die davon profitiert haben
sollen”, sagte Schramma der in Düsseldorf erscheinenden Tageszeitung
“Rheinische Post” (Dienstagausgabe). Die Verträge würden derzeit von
der Staatsanwaltschaft untersucht. Als einen der Hauptschuldigen der
Sparkassen-Affäre sieht Schramma den ehemaligen Kölner Sparkassenchef
Gustav Adolf Schröder, gegen den mittlerweile wegen des Verdachts der
Untreue ermittelt wird. Schröder habe das Unternehmen “wie ein
Patriarch” geführt: “Das Prinzip, dass Verträge immer von zwei
Verantwortlichen unterzeichnet werden müssen, wurde nicht
eingehalten.” Als eine Konsequenz der Affäre sprach sich der Kölner
OB zudem für hauptberufliche oder besser dotierte Kommunalpolitiker
aus: “In großen Städten wie Köln kann man Kommunalpolitik als
Ehrenamtler kaum bewältigen.” Viele Mandatsträger seien bei ihrer
Arbeit in den Aufsichtsgremien überfordert.
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