Düsseldorf (ots) – Die Sparkasse Köln-Bonn braucht frisches
Kapital. In dieser Woche hat die zweitgrößte deutsche Sparkasse 300
Millionen Euro vom Rheinischen Sparkassenverband erhalten, der ihr
(über eine Tochter) Genussscheine abnimmt, wie Norbert Minwegen, der
Sprecher der Sparkasse, der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen
Post” (Mittwochausgabe) bestätigte.
Genussscheine sind Papiere, mit denen sich der Käufer für eine
begrenzte Zeit (meist fünf bis sieben Jahre) an einem Unternehmen
beteiligt. Dafür erhält er Zinsen, aber keine Stimmrechte.
Üblicherweise verkaufen Sparkassen und andere Unternehmen
Genussscheine am freien Markt, der ist im Zuge der Finanzkrise aber
ausgetrocknet. Dass der Sparkassenverband in dieser Größenordnung
einspringe, sei völlig ungewöhnlich und zeige, wie sehr die Bank Geld
brauche, sagte ein Branchenkenner der Zeitung.
Am 2. Januar 2009 erhält die Sparkasse laut ihrem Sprecher weitere
300 Millionen Euro durch stille Einlagen ihrer Eigentümer: 210
Millionen stammen von der Stadt Köln, 90 Millionen von der Stadt
Bonn.
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