Düsseldorf (ots) – Der Sport hat in Vancouver zu sich zurück
gefunden. Bei den Sommerspielen in China vor zwei Jahren hatte er
sich verhoben beim Versuch, noch größer zu sein als er ist. Olympia
in Peking – das war mehr Politik als Sport, das war eine Nummer zu
groß. Die Kanadier aber gaben ihre Liebe zum Sport weiter, so dass er
sich selbst genug sein konnte. Sie feierten eine Party mit stark
patriotischem Einschlag, die den Präsidenten des Internationalen
Olympischen Komitees an das großartige Sportfest 2000 in Sydney
erinnerte. Ein Land hat Olympia in die Hand genommen, wofür der
Verkauf von drei Millionen Paar roter Fäustlinge sinnbildlich steht.
Die “Vancouverites” lieferten eine Vorlage für die Münchner Bewerbung
um die Spiele in acht Jahren, die sich in ihrer Struktur an der
kanadischen Erfolgsgeschichte orientiert. Sie boten trotz nassen
Westküstenwinters ein “Sommermärchen” nach deutscher WM-Art. Doch zum
Wesen des Märchens gehören die dunklen Seiten. Der Tod in der
Eisrinne liegt als Mahnung zum Maßhalten auf ewig über diesen
Spielen. Unfälle prägen das Bild in gleichem Maße wie die Aufnahmen
strahlender Siegerinnen von Magdalena Neuner bis Maria Riesch. Der
Sport hat zu sich zurück gefunden. Er hat mit sich selbst und seinen
Problemen genug zu tun. Weitere Dopingtests an Urin- und Blutproben
stehen aus.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2303
No Comments on "Rheinische Post: Olympia Sport war wieder pur Kommentar Von Martin Beils"