Rheinische Post: Ölpest und Schuld



Düsseldorf (ots) – Die Pessimisten haben Recht behalten: Die Katastrophe im Golf von Mexiko nimmt ihren Lauf. Die Ölpest erreicht die Küste von Louisina, deren empfindliches Öko-System von der klebrigen Masse ebenso bedroht ist wie die Lebensgrundlage vieler Menschen, die dort von Austernzucht, Fischerei und Tourismus leben. Jetzt kann es nur noch darum gehen, das Ausmaß des Desasters zu begrenzen. Und so zynisch es auch klingen mag – die Hurrikan-Katastrophe, die 2005 dieselbe Region heimsuchte, mag dabei behilflich sein. Obama ist gewarnt: Eine so sträflich schleppende Reaktion auf das Unglück, wie sie die Bush-Regierung nach dem Durchzug des Wirbelsturms “Katrina” an den Tag legte, kann sich Washington nicht noch einmal leisten. Und dann stellt sich natürlich auch die Schuldfrage. Der Öl-Konzern BP, dem die gesunkene Bohrplattform “Deepwater Horizon” gehörte, hat inzwischen die Verantwortung für die Ölpest übernommen und will wenigstens finanziell für die Schäden aufkommen. Trotzdem muss sich der Konzern Fragen nach seinem Sicherheitsmanagement gefallen lassen: Es handelt sich immerhin schon um den dritten schweren Unglücksfall in einer amerikanischen BP-Anlage in den letzten fünf Jahren.

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One Comment on "Rheinische Post: Ölpest und Schuld"

  1. Claus
    01/05/2010 at 23:22 Permalink

    Es ist sträflicher Leichtsinn, was hier aufgrund von Gier und Machtmissbrauch erfolgt ist. Wenn man bedenkt das dies hätte verhindert werden können, wenn man eine Fernbedienung von 5 tsd Dollar gehabt hätte um das Ventil zu schliessen kann man schon das grosse Würgen bekommen.
    Wir sollten uns über CO2 keine grossen Gedanken machen, wenn wir bereit sind es hinzunehmen , das durch Profitgier unsere Welt langsam den Bach runter geht. Na , denn weiter so…..

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