Düsseldorf (ots) – NRW-Justizministerin Roswitha
Müller-Piepenkötter (CDU) hat wegen der Justizpanne in
Mönchengladbach ihren Griechenland-Urlaub unterbrochen. Wie die
Rheinische Post (Donnerstagausgabe) berichtet, will sie den für heute
erwarteten Zwischenbericht der Untersuchungskommission zum Fall des
mutmaßlichen Kinderschänders aus Viersen persönlich entgegennehmen.
Der 58-jährige Mann, der sich an Mädchen im Alter zwischen neun und
zwölf Jahren vergangen haben soll, war auf Anordnung des
Oberlandesgerichts Düsseldorf aus der Untersuchungshaft entlassen
worden, weil die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach offenbar zu
schleppend ermittelt hatte. Für Müller-Piepenkötter sind die Vorgänge
“nicht akzeptabel”. Ob bereits heute nach Vorlage des
Zwischenberichts mit personellen oder dienstrechtlichen Konsequenzen
im Bereich der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach zu rechnen ist,
blieb zunächst offen.
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