Düsseldorf (ots) – Die Streiterei um die Kosten für die
Massenimpfung gegen Schweinegrippe hat wertvolle Zeit gekostet.
Länder und regionale Behörden warten dringend auf die Verordnung, um
endlich mit der konkreten Organisation starten zu können. Wenn das
Papier nun am kommenden Mittwoch verabschiedet wird, bleiben den
Gesundheitsbehörden noch knapp fünf Wochen, bis die Impfungen
beginnen.
Der Zeitdruck ist enorm. Zunächst müssen die Daten derjenigen
gesammelt werden, die als erste geimpft werden sollen. Beschäftigte
im Gesundheitswesen sowie Polizisten und Feuerwehrleute zu erreichen,
wird nicht schwierig sein. Aber die chronisch Kranken aus den Dateien
der Kassen herauszufischen und sie zur Impfung aufzurufen, ist die
erste große Herausforderung.
Impfungen im Akkord werden nur gelingen, wenn sie pragmatisch
organisiert werden. Die Gesundheitsbehörden, die dabei in der Pflicht
stehen, haben mit Massenimpfung keine Erfahrung und sind vielfach
personell nicht dafür ausgestattet. Sie sollten dringend die
Zusammenarbeit mit Kassen und Ärzten suchen, die jedes Jahr die
Impfung gegen die saisonale Grippe bewerkstelligen.
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