Düsseldorf (ots) – Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung
fordert angesichts der schlechten Umfragewerte für die NRW-Union eine
Kurskorrektur in der Bundespolitik. Die Düsseldorfer CDU-Strategen
können darüber nur den Kopf schütteln. Kaum hatten sie den Eindruck,
der Gegenwind aus Berlin ließe nach, wird das nächste Feuerchen
entzündet. Statt Geschlossenheit zu zeigen, suchen manche in der
Union schon nach Schuldigen für eine mögliche Niederlage. So macht
man seine Gegner stark.
SPD und Grüne werden immer selbstbewusster. Wurde ein
Regierungswechsel in NRW noch vor wenigen Monaten nur über ein
rot-rot-grünes Bündnis für möglich gehalten, so glaubt man jetzt, es
auch zu zweit stemmen zu können. Das kann gelingen, wenn die
Linkspartei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Ein Fall, der bei
einer hohen Wahlbeteiligung durchaus eintreten kann.
Es hilft der Union jetzt nicht, interne Richtungsdiskussionen zu
führen oder mit dem Finger auf die ebenfalls schwächelnde FDP zu
zeigen. Die CDU muss in nächsten Wochen mit einem beherzten Wahlkampf
ihre Stammwähler mobilisieren. Sich darauf zu verlassen, es gäbe
keine Wechselstimmung, ist ein riskantes Spiel.
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