Düsseldorf (ots) – Unbestritten ist der Job eines
Luftraumüberwachers ein hartes Geschäft. Allein die Verantwortung
muss schwer auf den Schultern der Lotsen lasten. Verständlich also,
dass sie sich ihre Aufgabe gut bezahlen lassen. Die hohe Belastung
rechtfertigt aber nicht, dass Gewerkschafter in die Personalplanung
eines Unternehmens eingreifen dürfen eine originäre
Managementaufgabe. Doch genau diese Entscheidungsgewalt hätten die
Lotsen mit der Arbeitsgruppe zur Flugeinsatzplanung bekommen. Nach
Angaben von Verhandlungs-Beteiligten sei das Konzept so gut wie
unterschriftsreif gewesen.
Dass die Arbeitgeber die Gespräche jetzt doch noch platzen ließen und
das Konzept damit vorerst vom Tisch ist, liegt daran, dass die
Gewerkschaft zu hoch gepokert hat. Anstatt sich mit der weitgehenden
Beteiligung an der Einsatzplanung und einer realistischen
Personalforderung zufriedenzugeben, hat sie versucht, das Maximum
herauszuholen und eine allgemeine Aufstockung der Belegschaft
verlangt. Die Arbeitgeberseite sollte im Interesse der Fluggäste die
Schlichtung anrufen und die kleine Lotsen-Gewerkschaft sich fragen,
ob eine besonnenere Verhandlungstaktik nicht zu einem vernünftigen
Ergebnis geführt hätte.
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