Düsseldorf (ots) – Auch gestern hat der Ausbrecher Peter-Paul
Michalski wieder hunderte Polizisten auf Trab gehalten. Diesmal war
Bielefeld der Schauplatz einer Großfahndung. Egal ob die Polizei ihn
dort fassen sollte oder nicht, geben die Fahnder derzeit kein
glückliches Bild ab.
So ist die Frage, warum Michalski bei der Festnahme seines Komplizen
Heckhoff am Sonntagmorgen entkommen konnte, bislang unbeantwortet
geblieben. Und wie konnte es sein, dass der Gangster, der sich in
Mülheim überhaupt nicht auskannte, durch das Netz des größten
Polizeieinsatzes schlüpfte, den die Stadt je gesehen hat? Warum hat
man angesichts der Gefährlichkeit des Gangsters nicht wenigstens den
Weihnachtsmarkt abgesagt?
Bei aller Kritik an der Polizei darf der eigentliche Skandal aber
nicht vergessen werden: Michalski und Heckhoff sind aus dem Gewahrsam
der Justiz entkommen. Ein Beamter hatte den Schwerverbrechern zur
Flucht verholfen. Äußerungen von Justizministerin Müller-Piepenkötter
zeigen, dass sie den Ausbruch einzig dem Fehlverhalten dieses Beamten
zurechnen will. Einen Zusammenhang mit den Klagen über die Zustände
in der Haftanstalt sieht sie nicht. Ministerielle Verantwortung sieht
anders aus.
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